So., 14.07.2019

Grundsteinlegung zum 9,6-Millionen-Euro-Projekt – Fertigstellung im Sommer 2020 »Glück auf für die Sekundarschule Bethel«

Bethel-Chef Pastor Ulrich Pohl, Oberbürgermeister Pit Clausen und Architekt Dirk Höhlich (Mitte, von links) mauerten die Kupferkapsel in den Grundstein ein. Zu der Feier waren auch einige der Schüler gekommen, die dort ab 2020 zur Schule gehen werden.

Bethel-Chef Pastor Ulrich Pohl, Oberbürgermeister Pit Clausen und Architekt Dirk Höhlich (Mitte, von links) mauerten die Kupferkapsel in den Grundstein ein. Zu der Feier waren auch einige der Schüler gekommen, die dort ab 2020 zur Schule gehen werden.

Von Hendrik Uffmann

Bielefeld-Bethel (WB). Die Arbeiten am Neubau der Sekundarschule Bethel sind gestartet. Am Donnerstag kam Oberbürgermeister Pit Clausen zur Grundsteinlegung des 9,6-Millionen-Euro-Projekts, in den nächsten Tagen werden die Bagger loslegen. »Und zum Beginn des Schuljahres 2020/21 wird die Schule in Betrieb gehen«, verspricht Bethel-Chef Pastor Ulrich Pohl.

Und die Schüler können es kaum abwarten, dort einzuziehen, wurde am Donnerstag deutlich. Matthis, Marius, Jost, Marvin, Radian und Hans trauten sich, vor der offiziellen Grundsteinlegung zusammen mit Clausen einen Blick auf den Plan am Bauzaun zu werfen und zu schauen, was sich in ihrer neuen Schule wo befindet.

4110 Quadratmeter Nutzfläche wird sie bieten. Die geplanten Kosten für den Bau liegen bei 9,6 Millionen Euro, die Stadt Bielefeld steuert dazu 3,8 Millionen Euro bei. Nutzen werden das Gebäude die 300 Schüler der Sekundarschule sowie 180 Schüler des Gymnasiums Bethel, für das sechs Fachräume in dem Neubau untergebracht werden.

Damit die Schule ein Ort zum Wohlfühlen ist, sei viel bedacht worden, sagte Architekt Dirk Höhlich vom Büro Höhlich & Schmotz aus Burgdorf bei Hannover, das sich, wie berichtet, in einem europaweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerb durchgesetzt hatte.

Eine klare Wegeführung soll die Orientierung in dem Gebäude erleichtern. Eingebaut werden auch eine Lüftungsanlage und eine Fußbodenheizung für ein gutes Raumklima. Das Forum des L-förmigen Gebäudes soll unter anderem auch zu Musikkaufführungen der Schulorchester und Chöre genutzt werden.

Lehrküche und Schulgarten

Außerdem gibt es in der neuen Schule eine Lehrküche, und die Fachräume im ersten Obergeschoss. Im Innenhof ist ein Schulgarten geplant, den die Schüler mitgestalten sollen. Eine Besonderheit ist das »grüne Klassenzimmer« für Unterricht im Freien, das auf dem Dach angelegt wird.

Lange war um die Sekundarschule Bethel gerungen worden, erinnerte Pit Clausen bei der Grundsteinlegung auf dem Gelände der ehemaligen Wäscherei Bethel am Quellenhofweg. »Vor zwei bis drei Jahren stand sie auf der Kippe«, sagte der Oberbürgermeister mit Blick auf die Ankündigung Bethels im Herbst 2006, die bestehende Sekundarschule aus finanziellen Gründen nicht weiterführen zu wollen.

Dann habe es jedoch viele Gespräche zwischen den von Bodelschwinghschen Stiftungen und der Stadt gegeben, »und das immer mit dem Ziel, eine Lösung zu entwickeln«, betonte der OB. Und diese sie mit dem nun geplanten Bau gefunden worden. »Glück auf für die Sekundarschule Bethel«, wünschte Clausen dem Projekt.

Der Zeitplan ist »sportlich«

Dass der Zeitplan, die Schule im kommenden Sommer in Betrieb zu nehmen, »sportlich« ist, räumt Reinhard Röse, Leiter des Immobilienmanagements Bethel, ein. Die Beteiligung der Stadt an den Kosten habe zur Folge gehabt, dass Arbeiten europaweit ausgeschrieben werden mussten, was den Baubeginn um ein halbes Jahr verzögert habe. »Aber schon bei den Planungen 2017 hatten wir als Ziel genannt, die Schule im August 2020 fertigzustellen. Und wenn uns der Winter keinen Strich durch die Rechnung macht, schaffen wir das«, glaubt Röse.

Die Sekundarschule Bethel existiert seit 2014 und löst die Realschule Bethel ab. Schon seit diesem Jahr wird die Schule zweizügig geführt, erklärt Barbara Manschmidt, Geschäftsführerin des Bereichs Schulen in Bethel. Ein Schwerpunkt der Sekundarschule soll auch das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung sein. Mit dem nahegelegenen Gymnasium, das zusammen mit den Neubau einen Schulcampus bilden soll, soll die Sekundarschule weiter eng zusammenarbeiten.

Die Sekundarschule habe Zukunft in Bielefeld, sagte Oberbürgermeister Clausen. »Diese Art von Schulsystem wird gebraucht, und mit den Bau geben wir dem wichtigen Modul Sekundarschule eine Zukunft.«

Die Besonderheiten des Schulgebäudes am Quellenhofweg haben die Schüler schon jetzt im Blick. Als die Rede auf den Dachgarten kam, rief eine der Schülerin: »Wie cool.«

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