So., 14.07.2019

BGW arbeitet im Baugebiet Neulandstraße an ihrem seit Jahren größten Projekt 120 Wohnungen und eine Kita

Noch laufen auf dem 8700 Quadratmeter großen Grundstück die Erdarbeiten für die Erschließung.

Noch laufen auf dem 8700 Quadratmeter großen Grundstück die Erdarbeiten für die Erschließung. Foto: Uffmann

Von Hendrik Uffmann

Bielefeld (WB). Für die BGW ist es das größte Projekt seit Jahren. In dem Neubaugebiet zwischen Jöllenbecker Straße, Homannsweg und Neulandstraße in Theesen errichtet die Wohnungsgesellschaft vier Gebäudekomplexe mit etwa 120 Wohnungen sowie eine Kita mit Platz für 75 Kinder.

Damit entwickelt die BGW einen großen Teil der Mehrfamilienhäusern, die in dem insgesamt knapp 16 Hektar großen Baugebiet geplant sind. Die Wohnungen sollen bis Frühjahr 2022 bezugsfertig sein, die Kindertagesstätte soll schon im kommenden Sommer den Betrieb aufnehmen können. »In die Wohnhäuser investieren wir einen zweistelligen Millionenbetrag«, sagt BGW- Geschäftsführerin Sabine Kubitza. Hinzu kommen etwa 3,7 Millionen Euro, die für die Kita kalkuliert werden.

Um die Projekte zu realisieren, hat die BGW zwei Grundstücke von der Wesertal GmbH mit Sitz in Bad Oeynhausen gekauft, die die Flächen von den bisherigen Eigentümern erworben hatte und derzeit an der Erschließung arbeitet.

Die Fläche, auf der die Wohnhäuser entstehen sollen, ist insgesamt 8700 Quadratmeter groß. Der weitaus größere Teil liegt zwischen der Jöllenbecker Straße und der neuen Erschließungsstraße, die kurz hinter der Einmündung zum Homannsweg in das Gebiet führen wird. Zwei Gebäude sind parallel zur Jöllenbecker Straße geplant. Auf der westlichen Seite einer Freifläche, auf der eine Grünanlage und ein Spielplatz angelegt werden sollen, liegt ein weiteres L-förmiges Haus. Hinzu kommt ein vierter Gebäudekomplex südlich der neuen Erschließungsstraße.

Tiefgarage ist aus Kostengründen nicht vorgesehen

Der Bebauungsplan lasse an diesen Stellen drei Geschosse und ein Staffelgeschoss zu, und dies werde voraussichtlich auch umgesetzt, erklärt Sabine Kubitza. Insgesamt sollen etwa 120 Wohnungen entstehen – Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen mit Größen zwischen 47 und 94 Quadratmetern. Die Hälfte der Wohnungen soll frei finanziert werden, die andere Hälfte als öffentlich geförderte Wohnraum. »Damit liegen wir deutlich über der Quote von 25 Prozent, die die Stadt für alle Baugebiete vorgibt«, so Kubitza.

Außerdem werde es auch voraussichtlich etwa zehn geförderte Wohnungen geben, bei denen die Einkommensgrenze für die künftigen Mieter 40 bis 60 Prozent über den meist üblichen Beträgen liegt. »Dadurch wird es eine große Bandbreite von Menschen geben, die hier einziehen«, sagt die BGW-Geschäftsführerin. Bei Wohnungen mit der üblichen Förderung wird die Netto-Kaltmiete ohne Betriebs- und Heizkosten nach ihren Worten bei 6,20 Euro pro Quadratmeter liegen, bei den Wohnungen mit einer höheren Einkommensgrenze bei 7 Euro je Quadratmeter.

Eine Tiefgarage ist aus Kostengründen nicht vorgesehen, die Parkplätze sollen oberirdisch angelegt werden. Aktuell sind nach dem Stellplatzschüssel der Stadt 62 Autoparkplätze und 67 Fahrradstellplätze geplant.

»Die Häuser werden aber voraussichtlich zeitversetzt gebaut«

Gebaut werden soll möglichst schnell. Im Februar hatte die BGW die Grundstücke gekauft, bis zum Herbst sollen die Bau- und Förderanträge vorliegen. Der Baubeginn ist für das Frühjahr geplant, im Frühjahr 2022 sollen dann alle Wohnungen bezugsfertig sein. Sabine Kubitza: »Die Häuser werden aber voraussichtlich zeitversetzt gebaut, so dass manche Wohnungen schon früher fertig sind.«

Noch schneller soll die Kindertagesstätte errichtet werden. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Herbst starten, die Fertigstellung ist für den kommenden Sommer geplant. Möglich mache dies auch die Holzrahmenbauweise, in der die BGW in den vergangenen Jahren bereits mehrere Kitas in Bielefeld gebaut hat.

Entstehen wird die Kita auf einem 2700 Quadratmeter großen Grundstück, das weiter westlich in dem Baugebiet an die Flächen mit den Mehrfamilienhäusern der BGW angrenzt. Das zweigeschossige Gebäude soll Platz für fünf Gruppen mit 75 Kindern bieten. Träger der Kita werden die Falken sein, mit denen die BGW auch schon an anderen Stellen zusammenarbeitet.

Dass die Kita noch vor den umliegenden Häusern fertig werde, sei auch ein Signal über das Baugebiet hinaus, erläutert Kubitza. »Sie ist attraktiv für das gesamte Umfeld.«

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