So., 14.07.2019

Vierte Produktion des Operettentheaters kommt am 12. Oktober auf die Bühne »Die Csárdásfürstin« besingt Brackwede

Wollen im Operettenchor am 12. Oktober ihr Bestes geben (von links): Manfred Bohlmann, Elli Feldmann, Josef Zoltan Kovacs, Gila Lehrmann, Jörg Penkert, Graciela Toledo Gonzalez, Sabine List (halb verdeckt), Hanne Hein, Renate Kulik, Sieglinde Lübke und Nicole Lübke-Günay, hier bei einer Probe in der alten Südschule.

Wollen im Operettenchor am 12. Oktober ihr Bestes geben (von links): Manfred Bohlmann, Elli Feldmann, Josef Zoltan Kovacs, Gila Lehrmann, Jörg Penkert, Graciela Toledo Gonzalez, Sabine List (halb verdeckt), Hanne Hein, Renate Kulik, Sieglinde Lübke und Nicole Lübke-Günay, hier bei einer Probe in der alten Südschule.

Von Markus Poch

Bielefeld (WB). Das Operettentheater Brackwede hat ein neues Singspiel in Arbeit: Nach »Berlin bleibt doch Berlin« (2016), »Der Graf von Luxemburg« (2017) und »Im weißen Rössl« (2018) kommt jetzt »Die Csárdásfürstin« des ungarischen Komponisten Emmerich Kálmán auf die Bühne. Der Vorverkauf zur einmaligen Aufführung am Samstag, 12. Oktober, 19 Uhr, hat begonnen.

Mit abendfüllender ungarischer Folklore will Gesamtleiter Horst Petruschke erneut das schaffen, was ihm in den Vorjahren jeweils mühelos gelang: die Aula des Brackweder Gymnasiums mit mehr als 400 Zuschauern bis zum Anschlag zu füllen. Die sich kompliziert entwickelnde Liebesgeschichte um den Budapester Fürstensohn Edwin Lippert-Weylersheim und seine Angebetete, die Chansonsängerin Sylva Varescu, soll das möglich machen.

Vorverkauf hat begonnen

Vor 104 Jahren feierte »Die Csárdásfürstin« ihre viel beachtete Uraufführung im Wiener Johann-Strauß-Theater. Inzwischen wurde die weltberühmte Operette mehrfach verfilmt, zuletzt 1951 mit Johannes Heesters und Marika Rökk in den Hauptrollen. Jetzt kommt der gut zweistündige Dreiakter inklusive bekannter Lieder wie »Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht«, »Machen wir’s den Schwalben nach« und »Tanzen möcht’ ich, jauchzen möcht’ ich« nach Brackwede. Die begehrten Karten gibt es von sofort an im Schuhhaus Pogatzki, Hauptstraße 125, auch telefonisch bestellbar unter 0521/442405.

Der vierte Brackweder Operettenzauber ist erneut eine Koproduktion von Petruschke mit der Tanzschule Felicitas Grell, der Familie Ursula Wittler und Mitgliedern des Brackweder Karnevalvereins. Außerdem wirken gegen eine Aufwandsentschädigung professionelle Musiker, darunter auch Philharmoniker, und Schauspieler im fortgeschrittenen Alter mit, die »aber noch immer mit Spaß und Idealismus bei der Sache und weiter auf hohem Niveau tätig sind«, betont Petruschke. Er selbst war viele Jahre lang Chordirektor und Kapellmeister am Bielefelder Stadttheater.

50 Männer und Frauen sind an der Umsetzung der von ihm bearbeiteten und inszenierten Singspiel-Version beteiligt, darunter 18 im Chor, zehn im Orchester, sieben im Ballett und sechs Solisten. In den Hauptrollen wirken Tenor Ulrich Gentzen und Gesangssolistin Carin Schenck-Schmidt, die beide schon zuvor für das Operettentheater Brackwede tätig waren. Neu ins Ensemble rückt dagegen die Bielefelder Gesangspädagogin Anne Eisenhauer-Biermann. Erstmals spielt Gerhard Klocke, Präsident des Brackweder Karnevalvereins, als Leopold Maria Fürst zu Lippert-Weylersheim eine größere Rolle.

Unbeschwerte Zeit mit Freunden verbringen

Der Chor aus Bielefelder Laien-Sängern probt seit April einmal wöchentlich, ebenso die Ballettgruppe. »Die Solisten bereiten sich unabhängig von uns vor«, erklärt Horst Petruschke. »Die haben alles im Griff.« Kurz vor der Aufführung leitet er vier große Proben: eine für die Bühnentechnik, eine zweite für den Chor, eine dritte mit Chor, Ballett und Solisten und schließlich die Generalprobe mit allen Beteiligten. »Schiefgehen kann trotzdem immer etwas«, weiß der Dirigent. »Aber wir hoffen dann, dass es das Publikum nicht bemerkt.«

Was die Mitwirkenden zur Aufführung motiviert, bringt Petruschke auf den Punkt: »In einer Zeit voller Probleme wollen wir unserem Publikum einen weiteren entspannten Abend bieten – ohne jede Belehrung, ohne Beeinflussung. Die Leute sollen bei uns einfach eine schöne, unbeschwerte Zeit mit Freunden verbringen.«

Die Verpflegung soll dem Stück übrigens angepasst werden: Laut Horst Petruschke gibt es ungarische Gulaschsuppe zu essen.

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