Mi., 17.07.2019

Mann (65) gibt in Brackwede Schüsse in die Luft ab – Waffenbesitzverbot lag vor SEK-Einsatz in Bielefeld – Polizei findet Waffen

Im Bereich des Lidl-Discounters in Brackwede ist es am Mittwochabend zu einem SEK-Einsatz gekommen. Ein Mann soll Schüsse abgefeuert haben.

Im Bereich des Lidl-Discounters in Brackwede ist es am Mittwochabend zu einem SEK-Einsatz gekommen. Ein Mann soll Schüsse abgefeuert haben. Foto: Christian Müller

Bielefeld (WB/sb/cbr). Nach dem SEK-Einsatz in Bielefeld-Brackwede hat die Polizei in der Wohnung des Mannes Waffen gefunden. Der 65-Jährige hatte in Brackwede von einem Balkon aus Schüsse in die Luft abgegeben. Er wurde festgenommen.

Die Polizei hat zudem die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz aufgenommen, teilte sie am Donnerstagvormittag mit. Aufgrund von früheren Vorfällen in Herford, seinem ehemaligen Wohnsitz, bestand gegen den Mann ein Waffenbesitzverbot.

»Bei der Wohnungsdurchsuchung wurden ein Luftgewehr und gefährliche Gegenstände, wie unter anderem ein Gehstock mit Hammerkopf, aufgefunden«, hieß es in der Mitteilung. Die Gegenstände wurden sichergestellt. Der Bielefelder wurde entlassen. Die Ermittlungen dauern an.

Der Vorfall am Mittwoch, bei dem es keine Verletzten gab, ereignete sich im Bereich der Kimbernstraße und des dortigen Discounters Lidl. Gegen 20.23 Uhr hatten Nachbarn und Anwohner des Supermarktes die Polizei über einen Mann informiert, der von einem Balkon eines Mehrfamilienhauses in die Luft geschossen hatte.

Gegen 22.25 Uhr erfolgte der SEK-Zugriff

Aufgrund der Hinweise auf eine Schusswaffe wurden Spezialeinheiten der Polizei angefordert sowie Feuerwehr und Rettungskräfte alarmiert. Die Kimbernstraße wurde in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Gegen 22.25 Uhr erfolgte in der Wohnung des Verdächtigen ein Zugriff durch die Spezialeinheiten der Polizei.

65-Jähriger Bielefelder ist polizeibekannt

Der 65-jähriger, polizeibekannter Bielefelder wurde vorläufig festgenommen. In der Wohnung befanden sich keine weiteren Personen. Es bestand zu keiner Zeit eine konkrete Bedrohung für Dritte. Eine Räumung des Mehrfamilienhauses fand daher nicht statt.

Wie viele Schüsse aus welcher Waffe abgefeuert wurden und was der Hintergrund für die Schüsse sein könnte, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.

Die Polizei teilte zunächst mit, der Mann sei 55 Jahre alt, korrigierte aber später die Angaben.

 

 

 

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