Di., 23.07.2019

Telekom-Hochhaus am Bielefelder Kesselbrink wird saniert und erhält neue Fassade – erste Arbeiten Der »Goldbeck-Tower« bleibt ein Bürogebäude

Stadtbildprägend: Das Telekom-Hochhaus am Kesselbrink gehört seit Herbst 2018 der Firma Goldbeck.

Stadtbildprägend: Das Telekom-Hochhaus am Kesselbrink gehört seit Herbst 2018 der Firma Goldbeck. Foto: Thomas F. Starke

Von Michael Schläger

Bielefeld (WB). Das Telekom-Hochhaus am Kesselbrink wird als Bürogebäude saniert. Pläne für Wohnungen oder ein Hotel in Bielefelds höchstem Gebäude sind offenbar vom Tisch.

Die Firma Goldbeck hatte das Gebäude im Herbst 2018 erworben. Die Pläne des neuen Eigentümers wurden Anfang Juli in der nichtöffentlichen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vorgestellt. Danach soll die Fassade des schlanken Hochhauses mit seinen 18 Stockwerken komplett erneuert werden. Im Inneren sollen die Büros auf den neuesten Stand gebracht werden. Außerdem ist eine brandschutztechnische Sanierung vorgesehen.

Im Laufe der kommenden Woche beginnt Goldbeck mit ersten Bauarbeiten in dem Hochhaus am Kesselbrink. Seit Montag ist ein Bauzaun dafür sichtbares Zeichen.

Nach den im Ausschuss vorgestellten Plänen sollen im Erdgeschoss die Gebäudeaußenkanten geringfügig verändert werden. Die bisher durch das erste Obergeschoss überdeckte Außenfläche wird eingehaust und in das Erdgeschoss integriert.

Jetzt laufen erste Rückbauarbeiten an. »Wir beginnen mit Maßnahmen im Innenbereich, die in Abstimmung mit den zuständigen Behörden schon vor der Erteilung der Baugenehmigung durchgeführt werden können«, erklärte Siegfried Wendker, verantwortliche Projektleiter von »Goldbeck Bauen im Bestand« am Montag.

Freifläche an der Herforder Straße gehört mit zum Paket

Wie und vom wem das Gebäude künftig genutzt wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Erworben hatte Goldbeck auch das Parkhaus neben dem Telekom-Gebäude, das über 600 Stellplätze verfügt. Ebenfalls zum Paket gehörte die Freifläche an der Herforder Straße neben der früheren Hauptpost. Aktuell befindet sich dort ein öffentlicher Parkplatz.

Nicht gekauft hat Goldbeck den fünfgeschossigen Gebäudeteil zwischen Hochhaus und historischem Postgebäude. Dieser Teil wird weiterhin von der Telekom genutzt. Eigentümer ist jetzt die Schweizer Profond, eine Pensionskasse für kleine und mittlere Unternehmen. Auch diesen Teil hatte der frühere Eigner des gesamten Areals veräußert, der Immobilieninvestor Revcap.

Revcap hatte auch das Telekom-Hochhaus erst 2015 erworben. Seinerzeit war zunächst überlegt worden, Wohnungen in dem Hochhaus unterzubringen. Später war von einer Hotel-/Büro-Kombination die Rede. Baurechtlich wäre in dem Bereich beides möglich gewesen. Im Herbest 2018 dann die Überraschung: Goldbeck übernahm die Immobilie, schnell war vom »Goldbeck-Tower« die Rede.

Die Büroetagen bringen es auf eine Höhe von 78 Metern. Die Nutzfläche beträgt 15.000 Quadratmeter. Zusammen mit dem Antennenträger kommt das Gebäude auf 95,5 Meter. 1974 war es fertiggestellt worden.

Mit der Fassadengestaltung am Telekom-Hochhaus hat sich am 12. Juli auch der Beirat für Stadtgestaltung beschäftigt. In der Bezirksvertretung Mitte steht das Thema nach der Sommerpause auf der Tagesordnung.

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