Sa., 27.07.2019

Gutachter untersuchen Schaden nach Brand in Bielefeld Hauptbahnhof: Überdach nicht einsturzgefährdet

Die Überdachung am Gleis 1 und 2 muss nach der ersten Einschätzung eines Gutachters nicht abgerissen werden

Die Überdachung am Gleis 1 und 2 muss nach der ersten Einschätzung eines Gutachters nicht abgerissen werden Foto: Uffmann

Bielefeld (WB/hu). Nach dem Brand am Bielefelder Hauptbahnhof hat die Deutsche Bahn damit begonnen, die Schäden zu analysieren. Am Freitagmorgen waren Gutachter vor Ort, um die Überdachung des Bahnsteiges für die Gleise 1 und 2 in Augenschein zu nehmen, so Bahn-Sprecher Dirk Pohlmann.

Dabei sei festgestellt worden, dass keine akute Einsturzgefahr an der Konstruktion bestehe, so dass ein kompletter Abriss der Überdachung nicht notwendig sei. Wie groß der Schaden insgesamt ist, stehe jedoch noch nicht fest.

Möglichst rasch solle nun damit begonnen werden, die Brandrückstände zu beseitigen – durch das Feuer waren Teile der Dachkon­struktion auf den Bahnsteig gestürzt. Wann dies geschehen könne, hänge auch davon ab, wann eine Spezialfirma beauftragt werden könne. Das Gleis 1 kann vorerst aus Richtung Westen nicht angefahren werden, das Gleis 2 bleibt weiterhin gesperrt.

Im Zugverkehr gebe es dadurch jedoch keine Einschränkungen, so Pohlmann. Wie berichtet, war das Feuer in der Nacht zu Donnerstag ausgebrochen. 80 Feuerwehrleute waren mehrere Stunden im Einsatz, um den Brand zu bekämpfen. Ihnen gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf das komplette Überdach zu verhindern und das angrenzende Gebäude des Hauptbahnhofs vor Beschädigungen zu schützen.

Zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Feuers hatten Reparaturen an dem Dach stattgefunden. Ob diese die Ursache dafür waren, steht noch nicht fest. Erste Ergebnisse der Ermittlungen der für Bahnhöfe zuständigen Bundespolizei werde es voraussichtlich frühestens Mitte kommender Woche geben, sagte am Freitag Jürgen Gerdes, Sprecher der Bundespolizei in Münster.

 

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