Sa., 27.07.2019

Verein rät: »Jungtiere warmhalten und füttern« Aufnahmestopp in der Wildvogelstation des Tierheims Bielefeld

Junge Amsel (Symbolfoto).

Junge Amsel (Symbolfoto). Foto: dpa

Bielefeld (WB/uj). Die Hitzeperiode fordert ihren Tribut: Nicht nur die Freibäder sind dieser Tage überfüllt, auch die Wildvogelstation des Tierheims in Sennestadt meldet einen Aufnahmestopp.

Helmut Tiekötter, Vorsitzender des Bielefelder Tierschutzvereins : »Allein am gestrigen Tage wurden 19 kleine Singvögel ins Tierheim gebracht. Unsere Station ist damit für die nächste Zeit leider völlig ausgebucht und überlastet. So leid es uns tut, müssen wir doch ab sofort weitere hilfsbedürftige Vögel abweisen.« Fast wäre gestern noch eine Möwe hinzugekommen. Diese strandete am Ishara. Nach kurzer Erholungspause und etwas Futter entschied sich das Tier dann doch noch zum Weiterflug.

Tiekötter rät dazu, nicht jeden vermeintlich hilflosen Vogel einzusammeln. Die so genannten Ästlinge werden in aller Regel auch am Boden im Geäst von den Altvögeln weiter versorgt.

»Jede Vogelart verträgt anderes Futter.«

Sollte dies nicht geschehen, kann man den Vogel vorsichtig einsammeln. »Wichtig ist, dass man ihn warm hält, besonders wenn er noch nicht befiedert ist«, sagt Tierheimmitarbeiterin Larissa Pjart. Ein Körnerkissen oder eine Wärmflasche kann dazu mit einem Handtuch belegt und zum wärmenden Nest umfunktioniert werden.

Ist der Vogel warm, kann er gefüttert werden. Larissa Pjart: »Jede Vogelart verträgt anderes Futter. Bei einer Vogelbestimmung könne die Wildvogelhilfe-Notfälle-Gruppe bei Facebook helfen. Nur so viel: Regenwürmer vertragen die wenigsten Vögel. Auf gar keinen Fall, so die angehende Tierpflegerin, sollte man dem Vogel Wasser einflößen. Zum einen wird viel zu viel Wasser gegeben, zum anderen besteht die große Gefahr, dass das Wasser in das Atemloch hinter der Zunge gerät und der Vogel dadurch langsam erstickt – Knackgeräusche beim Atmen sind ein hörbares Anzeichen dafür.

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