Di., 13.08.2019

Anlage am Lipper Hellweg/Osningstraße nach acht Monaten noch nicht in Betrieb Warten auf Radfahrerampel

Die Radfahrerampel soll helfen, Gefahren für Radler durch rechtsabbiegende Autos zu vermeiden.

Die Radfahrerampel soll helfen, Gefahren für Radler durch rechtsabbiegende Autos zu vermeiden. Foto: Michael Diekmann

Von Michael Diekmann

Bielefeld-Sieker (WB). Die Radfahrer im Bereich Sieker haben die Hoffnung schon fast aufgegeben. »Seit Dezember ist die Radfahrerampel an der Osningstraße neben der Autoampel mit einer Plastiktüte abgehängt«, beklagt sich André Heidbreder.

Was als Sicherheitsgewinn für die Radfahrer im Bereich der Einmündung des Lipper Hellwegs gedacht ist, wartet seit acht Monaten auf die Inbetriebnahme. Stefan Meier vom Amt für Verkehr bestätigt. »Ja, wir möchten die Anlage noch in diesem Herbst anschließen. Es hakt noch an dem Programm für die Ampelschaltung.«

Tatsächlich ist die zweite Verkehrsampel mit den in das Glas eingeschliffenen Radfahrsymbolen wichtig für den Verkehrsknotenpunkt. Der rote Radweg rechts neben der Fahrbahn Richtung Sieker ist benutzungspflichtig ausgeschildert. Die Ampel für Radfahrer mit einer wenige Sekunden dauernden Vorlaufzeit vor dem Grün der Autos könnte nach Expertenmeinung helfen, den Radfahrern auf dem Weg geradeaus Vorsprung zu geben vor Autos als Rechtsabbieger und so Gefahren vermeiden helfen.

Programmierung aus Kostengründen selbst übernommen

Nach Auskunft von Stefan Meier gibt es offenbar Probleme mit dem Schreiben des richtigen Ampelprogramms. Damit sie nicht verfallen, sind die entsprechenden öffentlichen Fördermittel dem Amt für Verkehr schon gut geschrieben worden. Die Programmierung möchte man aus Kostengründen selbst erledigen.

Zum dem bislang ungelösten Programmpaket des städtischen Amtes gehört auch, die Radfahrerampel für die Verkehrsteilnehmer aus dem gegenüberliegenden westlichen Teil des Lipper Hellwegs in die Gesamtampel zu integrieren. Geplant ist laut Meier, dass Radler von hier aus ein eigenes Grünsignal anfordern können, um dann die Kreuzung in Richtung Osten überqueren zu können. Der entsprechende Grünpfeil an der Ampelanlage ist ebenfalls noch mit einem weißen Kreuz verklebt und kann nicht genutzt werden.

Radfahrer wie André Heidbreder finden es eigenartig, dass sie inzwischen acht Monate auf wichtige Ampelhilfe an einer viel befahrenen Kreuzung warten müssen. Das ist, sagen sie, keine Werbung, täglich für kurze Wege oder als Pendler auf das Fahrrad umzusteigen.

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