Di., 13.08.2019

Umweltamt Pläne für die Arbeiten für den Hochwasserschutz Stadt informiert im September über Lutter-Ausbau

Der Baustart für den naturnahen Umbau der Weser-Lutter in Heepen wurde schon zwei Mal verschoben.

Der Baustart für den naturnahen Umbau der Weser-Lutter in Heepen wurde schon zwei Mal verschoben. Foto: Hendrik Uffmann/Archiv

Von Hendrik Uffmann

Bielefeld-Heepen (WB). Geplant ist der naturnahe Umbau der Weser-Lutter in Heepen schon seit Jahren. Doch der Termin für den Baustart wurde zwei Mal verschoben, begonnen haben die Arbeiten nach wie vor nicht.

Wie es weitergehen soll mit der für die Verbesserung des Artenreichtums bei Tieren und Pflanzen, aber auch für den Hochwasserschutz wichtigen Baumaßnahme, in die die Stadt mehrere Millionen Euro investieren will, will das städtische Umweltamt nun im September vorstellen.

In der ersten Sitzung der Bezirksvertretung Heepen nach der Sommerpause am 12. September (18 Uhr, Mensa des Schulzentrums Heepen) will das Umweltamt den aktuellen Sachstand und das weitere Verfahren erläutern.

Dass das Thema vielen Heeper Bürgern unter den Nägeln brennt, erfährt auch Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher (SPD), der sich für die Informationen im Rahmen der Bezirksvertretungssitzung eingesetzt hat. »Ich werde häufig von Menschen angesprochen die wissen wollen, wie es denn nun weitergeht«, so Sternbacher. Grund sei die Sorge vor einem Starkregen, den erneut zu Überflutungen führen könnte. Denn Hintergrund für die Baumaßnahmen ist, wie mehrfach berichtet, dass es 2012 und 2013 gleich in zwei Jahren in Folge nach heftigen Gewitterregen zu Überschwemmungen an der Weser-Lutter in Heepen gekommen war.

Arbeit in zwei Abschnitten

In dutzende Häuser vor allem im Bereich Fohlenwiese sowie am Leithenhof war das Wasser der über die Ufer getretenen Lutter gelaufen. Seitdem plant die Stadt ein verbessertes Hochwasserschutzkonzept, in dessen Zuge die Lutter auch naturnah umgebaut werden soll.

Gearbeitet werden soll in zwei Abschnitten – einem etwa 900 Meter lange Bereich von der Eckendorfer Straße bis zur Vogteistraße sowie an dem etwa 1300 Meter langen Stück von der Heeper Straße bis zur Straße Am Venn. Dabei soll das Bachbett zwischen zwei und drei Meter breiter werden. Im Bereich der Fohlenwiese sollen dann 50 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abfließen können, was auch für das anzunehmende 100-jährige Hochwasser ausreichen würde.

Nadelöhre sind bislang die beiden Brücken an der Heeper Straße und der Vogteistraße. Der Durchfluss an der Vogteistraße ist aktuell nur knapp vier Meter breit, er soll auf neun Meter vergrößert werden.

Gewässerausbau ist in Vorbereitung

Beginnen sollten die Arbeiten ursprünglich im Frühsommer 2017. Verhandlungen über den Kauf von Grundstücken durch die Stadt, die dafür notwendig sind, hatten den Baustart jedoch verzögert. Neuer Termin für den Baubeginn sollte dann im Herbst 2018 sein, die Brückenarbeiten sollten in diesem Jahr starten, hieß es vom Umweltamt im Frühjahr 2018.

Nun befinde sich der Gewässerausbau in der Vorbereitung, erklärt Sternbacher. Aktuell werde durch einen Gutachter geprüft, ob für die Bauleitung durch ein Ingenieurbüro eine europaweite Ausschreibung notwendig ist. Mit dem Ergebnis werde Ende des Monats gerechnet.

Alle interessierten Bürger können nun in der öffentlichen Bezirksvertretungssitzung am 12. September dabei sein, wenn Fachleuten des Umweltamtes über das weitere Verfahren informieren. Die Sanierung der Brücken sei für 2020 vorgesehen, so Sternbacher.

Insgesamt sollen die Bauarbeiten nach bisherigen Planungen des Umweltamtes vier Jahre dauern. Die Baukosten sollen nach Angaben aus dem vergangenen Jahr 3,2 Millionen Euro betragen, 90 Prozent davon sollen als Fördergelder vom Land Nordrhein-Westfalen kommen.

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