Do., 15.08.2019

Strafverfahren gegen 33-jährigen Bielefelder – Tipps für die richtige Nutzung E-Scooter-Fahrer unter Drogen auf dem Gehweg unterwegs

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Bielefeld (WB/kim). Kaum rollen die E-Scooter auch in Bielefeld , schon gibt es den ersten Zwischenfall: Am Mittwochabend erwischten Beamte einen Mann der während der Nutzung eines E-Rollers offensichtlich unter Einfluss von Drogen stand.

Gegen 23.15 Uhr wurden Polizisten auf einen 33-jährigen Bielefelder aufmerksam, der mit einem Scooter auf dem Gehweg der Diesterwegstraße fuhr. Die Beamten hielten ihn an, um ihn darauf aufmerksam zu machen, dass dies verboten ist.

Bei dem Gespräch bemerkten die Polizisten drogentypische Ausfallerscheinungen und nahmen Marihuana-Geruch wahr. Der Bielefelder gestand, einen Joint geraucht zu haben. Im Krankenhaus wurde eine Blutprobe entnommen. Ein Strafverfahren gegen den Mann ist eingeleitet.

Wissenswertes für die Nutzung von E-Rollern

Seitdem die Bundesregierung den Weg für die E-Tretroller freigemacht hat gilt: Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 12 km/h müssen auf Radwegen und Radfahrstreifen fahren. Nur wenn beides fehlt, darf die Straße genutzt werden. Ein Helm ist nicht Pflicht und auch eine Führerscheinpflicht ist für die Transportmittel bisher nicht vorgesehen.

Das Mindest­alter für Fahrer beträgt 14 Jahre. Darüber hinaus muss der Roller mit zwei voneinander unabhängigen Bremsen ausgerüstet sein und über eine Beleuchtung verfügen. Eine Klingel - oder ein alternatives Signal - mit eindeutig warnendem Charakter ist ebenfalls Vorgabe.

Promillegrenzen: Die gleichen Werte wie im Auto

Wer Alkohol getrunken, oder andere Rauschmittel konsumiert hat, muss die neuen E-Fahrzeugen stehen lassen. Hier gelten die gleichen Promillegrenzen wie hinterm Steuer.

Wer also mit einem Promillewert zwischen 0,5 und 1,09 einen Elektroroller fährt, begeht damit eine Ordnungswidrigkeit, muss zahlen und erhält ein Fahrverbot. Schon mit weniger Alkohol im Blut müssen Scooter-Fahrer jedoch mit Konsequenzen rechnen. Denn bereits ab 0,3 Promille macht man sich strafbar, sollte man alkoholbedingt auffällig werden.

Mit mehr als 1,1 Promille ist das Fahren generell eine Straftat. Diese bringt dem Fahrer drei Punkte in Flensburg ein, außerdem eine Geld- oder Freiheitsstrafe.

Wichtig für Fahranfänger: In der Probezeit und generell für Fahrer unter 21 Jahren gilt die Null-Promille-Grenze.

Gesundheitsexperten warnen vor einem erhöhten Verletzungs­risiko im Stadt­verkehr. Andere Verkehrsteilnehmer könnten sich nur extrem schwer auf die Roller einstellen. Außerdem sind die meisten Fahrer vollkommen ungeschützt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6850494?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F