Fr., 16.08.2019

Vodafone will weitere Glasfaserkabel verlegen – Stadtwerke und Telekom schon am Start Wettlauf um den Anschluss

Glasfaserkabel will Vodafone im Bereich der Gewerbebetriebe an der Herforder Straße verlegen.

Glasfaserkabel will Vodafone im Bereich der Gewerbebetriebe an der Herforder Straße verlegen. Foto: Thomas F. Starke/Archiv

Bielefeld (WB/MiS). Der Düsseldorfer Kommunikationskonzern Vodafone plant den Ausbau eines Glasfasernetzes in Teilen der Gewerbegebiete rund um die Herforder Straße in Bielefeld. Insgesamt sollen dort 380 Unternehmen von einem Glasfaseranschluss profitieren und mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde an das Internet angeschlossen werden – das entspricht der zehnfachen Leistung von VDSL.

Solche Hochleistungs-Anschlüsse seien auch notwendig. Denn in den kommenden fünf Jahren würden sich die im Festnetz transportierten Datenmengen versiebenfachen, schätzt Vodafone. DSL reiche dafür nicht mehr aus.

Das Unternehmen verbindet den Ausbau mit einer Vertriebsoffensive. Es will Angebote für Kleinstbetriebe und mittelständische Unternehmen wahlweise mit 500 oder 1000 Mbit pro Sekunde und für Großunternehmen Gigabit-Anschlüsse mit einer so genannten symmetrischer Bandbreite machen. Damit der mehrere Millionen Euro teure Ausbau wirtschaftlich vertretbar sei, müssten mindestens 30 Prozent der erreichbaren Unternehmen einen Glasfaser-Anschluss von Vodafone wählen.

Telekom setzt in Bielefeld aufs Vectoring

Im vergangenen Jahr hatten die Stadtwerke Bielefeld ihr bisher größtes Infrastrukturprojekt gestartet. 280 Millionen Euro will das Unternehmen in den Ausbau des Glasfasernetzes in Bielefeld investieren und hat dabei auch die privaten Nutzer im Blick. So wurde zunächst im Bereich Sudbrack-Gellershagen gestartet. Inzwischen wird in Altenhagen gearbeitet. In Brake ist die Vermarktungsphase gerade abgeschlossen.

Die Stadtwerke hatten auch den Zuschlag erhalten, die unterversorgten »weißen Flecken« in Bielefeld an das schnelle Glasfasernetz anzuschließen. Bund und Land fördern den Ausbau mit 23 Millionen Euro. Für den heutigen Freitag ist der offizielle Start in Baumheide geplant.

Die Telekom setzt in Bielefeld derweil aufs Vectoring. Das ist eine Technologie, bei der das über Kupferkabel bezogene Internet beschleunigt wird. Damit sollen bis Ende 2019 rund 75.000 Haushalte die Möglichkeit erhalten, Surfgeschwindigkeiten von bis zu 250 MBit pro Sekunde zu nutzen. Damit bleibt das Angebot allerdings hinter den Möglichkeiten der Glasfaser zurück.

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