So., 18.08.2019

Sanierung geht nun nach Verzögerungen voran – Stadt investiert 2,8 Millionen Euro Plaßbad ist im Januar fertig

Baustellenbesuch mit (von links) Eberhard Gottwald (Büro Pappert und Weichynik), Silke Schäfer (Projektleiterin ISB), Reinhold Peter (ISB), Georgia Schönemann (Leiterin Amt für Schule), Joachim Middendorf (Leiter Sportamt) und Marlies Wegmann (Sportamt).

Baustellenbesuch mit (von links) Eberhard Gottwald (Büro Pappert und Weichynik), Silke Schäfer (Projektleiterin ISB), Reinhold Peter (ISB), Georgia Schönemann (Leiterin Amt für Schule), Joachim Middendorf (Leiter Sportamt) und Marlies Wegmann (Sportamt). Foto: Hendrik Uffmann

Von Hendrik Uffmann

Bielefeld-Schildesche (WB). Die Sanierung des Schwimmbads an der Plaßschule geht voran. Erneuert werden dort die gesamte Technik sowie Duschen, Toiletten und Umkleiden. 2,8 Millionen Euro investiert die Stadt in die Arbeiten, zum Start des zweiten Schulhalbjahres Ende Januar 2020 soll es dort wieder Schwimmunterricht geben.

Das Lehrschwimmbecken an der Grundschule am Meyer-zu-Eissen-Weg in Schildesche wird dringend benötigt. Schulen und Vereine warten darauf, das Becken wieder nutzen zu können.

Denn eigentlich sollten die Arbeiten an dem Schwimmbad im Dezember 2016 starten und im Herbst 2017 abgeschlossen sein. Doch begonnen hatten die Bauarbeiten erst im Juli 2018, zu weiteren Verzögerungen war es dann gekommen, als eine der Baufirmen bei der Sanierung des Beckenrandes Fehler gemacht hatte. Wie berichtet, hatte die Stadt daraufhin ein Beweissicherungsverfahren eingeleitet.

Bauarbeiter haben noch viel zu tun

Nun stehe fest, dass die Versicherung der Firma für den Schaden aufkomme, erklärt Reinhold Peter, technischer Leiter des städtischen Immobilienservicebetriebes (ISB). »Die Verzögerung ist natürlich dennoch sehr ärgerlich.«

Auch die Technik der Wasseraufbereitung wird komplett erneuert, zeigen Eberhard Gottwald und Silke Schäfer. Foto: Hendrik Uffmann

Denn fertig wird das Bad nun nicht in diesem Sommer, sondern erst zum Jahresende.  »Im November soll die Technik in Betrieb genommen, getestet und eingestellt werden, und zum zweiten Schulhalbjahr soll das Bad dann wieder für Schulklassen zur Verfügung stehen«, sagt Georgia Schönemann, Leiterin des Amtes für Schule.

Bis dahin haben die Bauarbeiter noch viel zu tun. Denn die umfangreiche Sanierung des Schwimmbades läuft vom Dach bis in den Keller, wo die aufwändige Technik für die Wasseraufbereitung und die Lüftung neu installiert wird. Dabei gehe es vor allem um eine energetische Sanierung, erläutert Reinhold Peter. »Wir schätzen, dass das Bad künftig 20 bis 25 Prozent weniger Energie verbrauchen wird.« Genaue Zahlen werde es jedoch erst im laufenden Betrieb geben.

Bereits abgeschlossen sind die Arbeiten am Dach, das eine neue Dämmung erhalten hat, und der Austausch der Fenster. Auch ein Großteil der Badtechnik ist schon montiert. »Dieser Teil ist der kostenintesivste«, sagt Eberhard Gottwald, Architekt im Büro Pappert und Weichynik, das die Bauarbeiten plant.

Beleuchtung wird auf LED umgestellt

Ausgetauscht werden auch alle Wasserleitungen und die Lüftung. Die alte Technik des 1971 gebauten Bades sei nicht in der Lage gewesen, genug Feuchtigkeit aus dem Bad zu transportieren, so Reinhold Peter. Da für die neue, leistungsstärkere Anklage kein Platz im Keller war, ist die Lüftung nun teilweise auf dem Dach installiert.

Die Beleuchtung wird auf LED umgestellt, umgebaut werden auch die Umkleiden und Sanitärbereiche. »Vorher waren diese sehr verwinkelt«, erklärt Silke Schäfer, Projektleitern des ISB. Nun werden auch eine behindertengerechte Dusche und Umkleide eingerichtet, alle Waschbecken, Fliesen und Toiletten erneuert und Akustikdecken eingezogen.

Das eigentliche Becken wurde ebenfalls saniert, dort wurden 26 neue Düsen für den Wasseraustausch installiert. Durch die neue Technik, erläutert Gottwald, könne auch die benötigte Chlormenge reduziert werden.

Weiter genutzt werden kann der Hubboden, durch den die Wassertiefe von 1,20 Meter reduziert werden kann. Dieser soll lediglich einen neuen Belag erhalten, sagt Silke Schäfer. »Das wird allerdings erst im Zuge der regulären Wartungsarbeiten im kommenden Sommer passieren.«

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