Auch die Reviere in Bielefeld und Paderborn sollen betroffen sein
Personalmangel der Bundespolizei an NRW-Bahnhöfen?

Bielefeld/Iserlohn (WB). Der Bahnhof in Iserlohn, an dem am Samstag zwei Menschen mutmaßlich von einem 43-Jährigen erstochen wurden , gehört zu den Wachen, in denen die Bundespolizei wegen Personalmangels nicht mit der vollen Sollstärke vertreten ist. Das berichtet die »Rheinische Post«. Auch die Wachen in Bielefeld und Paderborn seien unterbesetzt, berichtet die Zeitung.

Sonntag, 18.08.2019, 19:03 Uhr aktualisiert: 19.08.2019, 09:20 Uhr
Beamte der Landespolizei untersuchen den Tatort in Paderborn. Der Bundespolizei soll am Bahnhof in Iserlohn nicht das volle Personal zur Verfügung stehen. Das berichtet ein Insider der »Rheinischen Post«. Foto: dpa
Beamte der Landespolizei untersuchen den Tatort in Paderborn. Der Bundespolizei soll am Bahnhof in Iserlohn nicht das volle Personal zur Verfügung stehen. Das berichtet ein Insider der »Rheinischen Post«. Foto: dpa

In Iserlohn, das zum Polizeidienstrevier Hagen gehört, hätten nur 70 Prozent des vorgesehenen Personals zur Verfügung gestanden, heißt es aus Kreisen der Bundespolizei. »In der Regel ist nur etwa die Hälfte der Bahnhofsreviere durchgängig besetzt«, zitierte die Zeitung einen Insider.

Auch Reviere in Bielefeld und Paderborn seien betroffen

»Besonders kleine Reviere sind pro Tag maximal stundenweise belegt.« Das betrifft demnach in Nordrhein-Westfalen außer Hagen auch die Reviere Bielefeld, Bochum, Bonn, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Mönchengladbach, Oberhausen, Paderborn, Recklinghausen, Siegburg, Siegen und Wuppertal, berichtet der Informant.

Ernst Walter, der Vorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft, sagte gegenüber der »Rheinischen Post«: »Der Sicherheit an Bahnhöfen hat man viel zu lange nicht die erforderliche Bedeutung zugemessen.« Durch die Verwendung des Personals für andere Aufgaben seien die Polizisten an den Bahnhöfen »immer mehr zu Reaktionskräften degradiert« worden.

Präventionsarbeit sei nur noch selten möglich

Walter beklagte: »Präventionsarbeit durch offene Streifen ist nur noch selten möglich.« Bis annähernd ausreichend Personal vorhanden sei, werde es mindestens fünf Jahre dauern, schätzte Walter.

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