Brückenarbeiten: Von-der-Recke-Straße wird später fertig
Busse und Lkw passen nicht durch die Unterführung

Bielefeld (WB). Noch vor Weihnachten, vermutlich ab 16. Dezember, sollen die drei gesperrten Bahnunterführungen wieder für den Autoverkehr, für Fahrradfahrer und Fußgänger frei gegeben werden. Eigentlich. Die Unterführung Von-der-Recke-Straße bleibt aber wohl noch Wochen, wenn nicht gar Monate danach dicht.

Freitag, 30.08.2019, 05:50 Uhr
Die Fahrbahn der Unterführung Von-der-Recke-Straße muss um 30 Zentimeter abgesenkt werden, um eine Durchfahrhöhe von 3,70 Meter zu erreichen. Die alte Brücke hatte ein Gewölbe, die neue ein Kastenprofil, ist deshalb niedriger. Foto: Bernhard Pierel
Die Fahrbahn der Unterführung Von-der-Recke-Straße muss um 30 Zentimeter abgesenkt werden, um eine Durchfahrhöhe von 3,70 Meter zu erreichen. Die alte Brücke hatte ein Gewölbe, die neue ein Kastenprofil, ist deshalb niedriger. Foto: Bernhard Pierel

Grund: Unter der Bahnbrücke muss die Fahrbahn auf einer Strecke von etwa 100 Meter um 30 Zentimeter abgesenkt werden, um eine Durchfahrhöhe von 3,70 Meter zu erreichen. »Sonst können Busse und Lastwagen die Route nicht benutzen«, sagt Dirk Vahrson, stellvertretender Leiter des Amtes für Verkehr. Der Straßenquerschnitt bleibe wie gehabt. Weil die Fahrbahn aber tiefer gelegt werden müsse, würde gleichzeitig auch der Regenwasserkanal erneuert.

Kasten- statt Gewölbe-Bauweise

Die Brücke über der Von-der-Recke-Straße, Baujahr 1911, habe vor ihrem Abriss ein halbrundes Gewölbe gehabt. Die Bahn habe dort jetzt eine Brücke im Kastenprofil errichtet. Deshalb sei es unumgänglich, die Fahrbahn abzusenken. Auftraggeber sei die Deutsche Bahn AG – die somit auch für die Kosten aufkommen. Das gelte auch für die Wiederherstellung der Fahrbahnen und Gehwege unter den Brücken Schildescher Straße und Schillerstraße.

Die Unterführung Schildescher Straße habe eine lichte Durchfahrhöhe von 4,70 Meter, die über der Schillerstraße eine lichte Höhe von 6,70 Meter. Auch diese beiden Brücken, errichtet 1847 (Schildescher Straße) und 1916, hatten vorher Gewölbe, wurden durch Brücken in Kastenbauweise ersetzt.

Dirk Vahrson sagt, es sei schwer vorauszusagen, wann mit der Unterführung Von-der-Recke-Straße auch die letzte Straßenverbindung wieder frei gegeben werden könne – Autoverkehr, der früher aus der Innenstadt über Von-der-Recke- und Wertherstraße gefahren sei, sei vor allem auf die Stapenhorststraße ausgewichen und belaste diese stark.

»Lange Zeit Ruhe vor ähnlichen Arbeiten«

Auf der anderen Seite, so Vahrson, hätten sich alle Verkehrsteilnehmer schnell auf die Sperrungen der Unterführungen eingestellt. Nach Abschluss der Arbeiten habe die Stadt, davon ist Vahrson überzeugt, »für lange Zeit Ruhe vor ähnlichen Arbeiten der Deutschen Bahn«. Die nämlich habe alle Bahnbrücken im Stadtgebiet überprüft und es gebe keinen weiteren dringenden Erneuerungsbedarf.

Die Brückenarbeiten sollen planmäßig abgeschlossen werden. Ab 14. Oktober können wieder alle Gleise über den drei Brücken genutzt werden. Vom 9. bis zum 14. Oktober, 4 Uhr, müsse jedoch mit Einschränkungen, Zugausfällen gerechnet werden. So halten am Sonntag, 13. Oktober, keine Fernzüge in Bielefeld. Grund dafür: In Bielefeld, Brackwede und Brake werden Oberleitungen und Bauweichen zurück gebaut, auch an den Schienentrassen seien umfangreiche Arbeiten erforderlich. In der ersten Bauphase bis März 2019 fuhren alle Züge über die Gleise der Personenzugstrecke, anschließend in Bauphase 2 über die Güterzuggleise.

Zurück gebaut werden sollen auch die Behelfsbahnsteige, etwa die Verlängerung des Bahnsteiges 8. Der Fahrgastverband Pro Bahn ist dagegen, damit dort weiter Fernzüge halten könnten.

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