Fr., 30.08.2019

»Peter Pane« plant in Bielefeld die Eröffnung der ersten Filiale in Ostwestfalen Burgerkette will ins Gerry-Weber-Haus

Burger von »Peter Pane« statt Mode von »Gerry Weber«: Das soll die Zukunft der Immobilie an der Niedernstraße sein.

Burger von »Peter Pane« statt Mode von »Gerry Weber«: Das soll die Zukunft der Immobilie an der Niedernstraße sein. Foto: Bernhard Pierel

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). In die Räume des »House of Gerry Weber« an der Niedernstraße will nach WESTFALEN-BLATT-Informationen die Burger-Kette »Peter Pane« einziehen. Ein Bauantrag soll bereits gestellt worden sein.

Gerry Weber ist noch bis Ende September Mieter der Immobilie, die früher ein Kino, das Atrium, war. »Peter Pane« wurde von Patrick Junge gegründet. Der Lübecker war zunächst geschäftsführender Gesellschafter im Familienunternehmen, einer Bäckerei mit 190 Filialen in Norddeutschland. 2012 verkaufte er seine Anteile und gründete die Paniceus Gastro Systemzentrale, war zunächst Franchisenehmer der Burgerkette »Hans im Glück«, um dann nach einem Rechtsstreit seine eigene Burgerkette aufzumachen.

Baustil der Nachkriegszeit

Andreas Grüß, Geschäftsführer des Osnabrücker Immobilien-Unternehmens Lührmann, spricht von einem begehrten Standort. Nach seiner Einschätzung ist der Wechsel von einem Modegeschäft zur (System-)Gastronomie eine »logische Entwicklung«. Das »House of Gerry Weber«, als erstes seiner Art eröffnet, hat eine Verkaufsfläche von 440 Quadratmetern. Der Verkaufsraum ist ungewöhnlich, steht mit seiner hohen Decke unter Ensembleschutz. Die Fassade mit den kleinen Balkonen gilt als typisch für den Baustil der Nachkriegszeit. In drei Etagen gibt es Wohnungen.

Gleich nach dem Auszug von »Gerry Weber« soll mit dem Umbau in ein »Peter Pane« begonnen werden – voraussichtlich auch mit Außengastronomie. Konkrete Gespräche geführt worden seien mit drei Interessenten für die Nachnutzung der Immobilie in 1-a-Lage.

Streit um Markenrechte

Junge war bis 2015 Franchisenehmer mit zwölf »Hans im Glück«-Restaurants, bis ihm überraschend gekündigt wurde. Er benannte seine Burger-Grills um und löste damit einen drei Jahre währenden Rechtsstreit um Schadenersatzforderungen und Markenrechte aus. Im November 2018 kam es dann zu einer außergerichtlichen Einigung, über deren Inhalt Stillschweigen vereinbart wurde.

In Bielefeld eröffnete »Hans im Glück« derweil eine Filiale an der Arndtstraße, nachdem das Franchise-Unternehmen zunächst Interesse am »Grünen Würfel« auf dem Kesselbrink gezeigt haben soll, dann aber einen Rückzieher machte, die besser frequentierte Lage in der Fußgängerzone bevorzugte. Junge glaubt an die Zukunft des Burgers, hatte bei Gründung von »Peter Pane« gesagt, er beziehe seine Rohstoffe fast ausschließlich aus Deutschland, unter anderem aus Ostwestfalen.

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