So., 01.09.2019

Bielefelderin erlebt das Unwetter während des Casper-Konzertes in Essen »Wie ein Weltuntergang«

Die zerbrochene LED-Leinwand liegt neben einer Bühne. Polizisten stehen daneben.

Die zerbrochene LED-Leinwand liegt neben einer Bühne. Polizisten stehen daneben. Foto: dpa

Essen/Bielefeld (WB/acl). Als der Song »Supernova« erklingt, fängt es an zu regnen. »Wie aus einem Wasserfall«, sagt Iwona Socha. Die Bielefelderin erlebte das Unwetter während des Essener Open-Air-Konzert der Rapper Casper und Marteria.

Gesucht:

Wart ihr beim Konzert und möchtet uns eure Erfahrung schildern? Dann meldet euch unter 0521/585-580 oder per Mail an online@westfalen-blatt.de

Dabei war eine LED-Leinwand während eines Auftrittes der Rapper Casper und Marteria herabgestürzt, Bühnenteile flogen ins Publikum und 28 Menschen wurden verletzt.

»Davon haben wir aber erst nach dem Konzert etwas mitbekommen«, sagt Iwona Socha. Sie habe mit zwei weiteren Begleitern aus Bielefeld rechts von der Bühne gestanden hatte – die LED-Wand war links herunter gestürzt. »Es hat so stark geregnet, dass es schon fast nebelig war«, schildert die 33-Jährige im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. »Es stürmte und ständig zuckten Blitze. Wie ein Weltuntergang«, sagt sie.

Von einer angeblichen Massenpanik oder Chaos nach dem Abbruch habe sie nichts bemerkt. Die »Bild«-Zeitung hatte von »chaotischen Zuständen« bei der Abreise geschrieben.

Schnell zum Auto

»Das kann ich so nicht bestätigen – zumindest nicht auf der Seite, wo wir gestanden haben«, sagt Socha. Nach »Supernova« hätten der gebürtige Lipper Casper und der Rostocker Marteria die Bühne (»Sie war voll mit Wasser.«) verlassen, das Konzert wurde unterbrochen – dann abgebrochen. »Der Konzertveranstalter hatte das mit technischen Problemen begründet«, so Socha. »Wenn von Verletzten die Rede gewesen wäre, wären sicherlich viele in Panik geraten«, ist sie überzeugt.

Holger Walterscheid, Betreiber der Konzert-Location, und die Konzertagentur Four Artists erklärten übereinstimmend, dass keine Panik entstanden sei.

»Wir sind durch einen Seitenausgang schnell zu unserem Auto gekommen«, sagt Socha. Auch Freunde, die während des Konzertes mittiger gestanden hätte, und den Hauptausgang nutzten, hätten von einem möglichen Chaos nichts bemerkt.

Klitschnass ging es für Socha und ihre Begleiter dann zurück nach Bielefeld, wo sie gegen Mitternacht sicher ankamen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6890104?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F