Do., 12.09.2019

Bundespolizei schließt Ermittlungen ab – auch Eurobahn wurde im Juni attackiert Steinwürfe auf ICE: Bielefelder (34) tatverdächtig

Ein ICE (Symbolfoto) und eine Eurobahn wurden im Juni mit Steinen beworfen.

Ein ICE (Symbolfoto) und eine Eurobahn wurden im Juni mit Steinen beworfen. Foto: dpa

Von Stefan Biestmann

Bielefeld (WB). Ein 34-Jähriger soll am 21. Juni von einer Terrasse am Bielefelder Hauptbahnhof aus Steine auf einen ICE und eine Eurobahn geworfen haben. Man habe den Bielefelder als Tatverdächtigen ermittelt, berichtet Bundespolizeisprecher Carsten Bente am Mittwoch auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage.

Die Ermittlungen der Polizei seien mittlerweile abgeschlossen. »Wir haben die Akten bereits der Staatsanwaltschaft übergeben«, erklärt Bente. Die Staatsanwaltschaft entscheide nun, ob Anklage erhoben werde oder weitere polizeiliche Ermittlungen notwendig seien.

Sachschaden liegt bei insgesamt 10.000 Euro

Die Bahn-Attacken am 21. Juni lösten großes Aufsehen aus. Die Bundespolizei ermittelte wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Die Steine sollen während einer »privaten Feier« von einer Dachterrasse in Höhe der Jöllenbecker Straße geworfen worden sein. Die Polizei ermittelte zunächst fünf Verdächtige im Alter zwischen 29 und 41 Jahren. Wie berichtet, habe unter anderem eine Zeugin angegeben, den Steinewerfer gesehen zu haben. Der Hauptverdächtige soll auch daran erkannt worden sein, dass er einen Bademantel trug.

Zunächst war um 6.35 Uhr eine aus Münster kommende Eurobahn der Linie RB 67 attackiert worden. Zwar sei der planmäßige Halt auch in Bielefeld gewesen, aber eigentlich hätte die Bahn auf der Linie RB 71 in Richtung Rahden weiterfahren sollen.

Da durch die Steinewürfe ein Klappfenster beschädigt wurde, zog man die Bahn aus dem Verkehr. Um 8.47 Uhr wurde ebenfalls in Höhe der Jöllenbecker Straße ein ICE mit Gegenständen beworfen. Das Sicherheitsglas einer Scheibe zerplatzte. Aufgrund der Beschädigungen musste der ICE in Gütersloh halten – und der hintere Teil wurde aus dem Verkehr gezogen.

Der Sachschaden liegt nach jüngsten Angaben der Bundespolizei bei etwa 10.000 Euro – davon 3700 Euro an der Eurobahn. Hinzu kommen den Angaben zufolge aber noch Kosten für Umbuchungen, Verspätungen und Zugausfälle.

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