Mi., 11.09.2019

Straßen NRW vermutet Verursacher in den Reihen der Aktivisten gegen den B61-Ausbau in Bielefeld und Gütersloh Protest auf Baumrinde

»Auto frisst Baum« – Unbekannte haben mehrere Dutzend Bäume entlang der Gütersloher Straße mit Statements beschmiert. Straßen NRW behält sich rechtliche Schritte vor.

»Auto frisst Baum« – Unbekannte haben mehrere Dutzend Bäume entlang der Gütersloher Straße mit Statements beschmiert. Straßen NRW behält sich rechtliche Schritte vor. Foto: Christian Bröder

Von Peter Bollig

Bielefeld/Gütersloh (WB). Offenbar aus Protest gegen den geplanten vierspurigen Ausbau der B 61 haben unbekannte Täter mehrere Dutzend Bäume entlang der Bundesstraße beschmiert. »Stopp B 61« oder »Auto frisst Baum« ist auf den Stämmen entlang der Allee sowohl auf Ummelner als auch auf Isselhorster Gebiet zu lesen.

Wie Sven Johanning, Sprecher des Landesbetriebs Straßen NRW in Bielefeld, sagt, ereignete sich die Vorfall wohl in der Nacht zu Mittwoch. Wer konkret hinter der Aktion steckt, ist unklar. »Es wird sich wohl auch keiner dazu bekennen«, vermutet Johanning. Klar ist aber auch, dass sich Widerstand gegen die Ausbaupläne formiert, und der Sprecher von Straßen NRW vermutet, dass die Verursacher in den Reihen der Aktivisten zu finden sind.

Ob durch das Beschmieren ein Schaden an den Bäumen entstanden ist, ist noch unklar. »Wir haben die Farbe noch nicht analysiert, hoffen aber, dass es sich um einen für die Bäume ungefährlichen Farbstoff handelt«, sagt Sven Johanning dem WESTFALEN-BLATT. Straßen NRW behalte sich rechtliche Schritte gegen die Täter vor. Dem Vernehmen nach hat die Polizei die Schmiererei vor Ort zumindest schon einmal in Augenschein genommen.

Sven Johanning weist unterdessen darauf hin, dass es trotz des Ausbaus der B 61, die zwischen Ummeln und Gütersloh als Allee angelegt ist, noch völlig offen sei, ob diese Bäume überhaupt gefällt werden müssen oder ob der künftige Straßenverlauf die Allee unberührt lässt.

Die Gegner des Ausbaus haben inzwischen eine Demonstration angekündigt. So soll es am Sonntag, 22. September, einen Protest per Fahrrad geben. Zwei große Fahrradkolonnen wollen dann von Bielefeld und von Gütersloh aus aufeinander zufahren und sich am Schenkenhof in Isselhorst treffen. Initiatoren sind in Gütersloh die Bürgerinitiative Energiewende, in Bielefeld die Initiative Radentscheid. Der Gütersloher Protestzug startet um 15 Uhr am dortigen Rathausplatz, die Bielefelder Teilnehmer treffen sich am Kesselbrink, um schließlich entlang der B 61 zum Schenkenhof an der Ortsgrenze zwischen den beiden Städten zu fahren. Dort ist eine Kundgebung geplant.

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