Fr., 13.09.2019

»Fridays for Future« erwartet zwischen 4000 und 6000 Teilnehmer zur Demo am 20. September Alles fürs Klima

»Fridays for future«-Demo in Bielefeld.

»Fridays for future«-Demo in Bielefeld. Foto: Bernhard Pierel

Von Michael Schläger

Bielefeld (WB). Viele Schulleiter seien bereit, »Klassenausflüge« anzusetzen, sagt »Fridays for Future«- Aktivist David Nalimov. 14 Bielefelder Kirchen beteiligen sich mit Glockenläuten und Andachten. Und viele Bielefelder Hausärzte und Kinderärzte wollen am Weltklimastreiktag am Freitag, 20. September, ab 11 Uhr ihre Praxen schließen.

Denn symbolträchtig um »Fünf nach Zwölf« soll sich dann am Hauptbahnhof ein Demonstrationszug durch die Innenstadt bis zum Rathaus in Bewegung setzen, unterbrochen von Zwischenkundgebungen auf dem Jahn- und dem Adenauerplatz . »Wir rechnen mit 4000 bis 6000 Teilnehmern«, so David Nalimov.

So unrealistisch scheint die Zahl nicht. Denn es sind längst nicht mehr nur die »Fridays«-Aktivisten, die auf die Straßen gehen . Verbunden mit dem Weltklimastreiktag ist eine komplette »Climate Week«, eine Klimawoche mit Veranstaltungen vom 19. bis 29. September. Dahinter steckt ein Aktionsbündnis aus 38 Gruppen und Akteuren, das sich für den Klimaschutz einsetzen will. Die Palette ist bunt, reicht von den »Parents for Future«, von Umweltorganisation wie den BUND über Kirchengemeinden bis zu »Bielefeld pro Nahverkehr« oder Tierwohlorganisationen.

Klimacamp geplant

»Es hängt alles miteinander zusammen«, sagt Monika Schäffler vom Verein Seebrücke, der sich für die Rechte von Geflüchteten einsetzt. Wer sich auf die Flucht begebe, tue dies auch, weil das Klima sich wandele. Und weil alles miteinander zusammenhängt, will »Fridays for Future« den Altstädter Kirchplatz vom 20. bis 27. September zu einem zentralen Versammlungsort machen, dort Aufklärungsarbeit leisten, ein Klimacamp aufschlagen, in dem auch übernachtet wird.

Geplant sind Vorträge und Veranstaltungen zur Klimakrise . »Jeder ist willkommen«, sagt Mit-Organisatorin Merit Karenfort. Besucher könnten ihr Fachwissen einbringen oder sich einfach selbst ein Bild machen. Speisen und Getränke gibt es auch – natürlich vegan. Bei Streiks und Aktionswochen soll es aber nicht bleiben.

David Nalimov kündigt an, dass sich die Aktivisten mit Einwohneranträgen weiter in die Rathaus-Politik einmischen wollen. Ein bisschen enttäuscht sind sie, dass die Stadt zwar offiziell den Klimanotstand erklärt habe, daraus aber noch keine konkreten Handlungsziele abgeleitet worden seien.

Das gesamte Programm der Aktionswoche gibt es hier.

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