Sa., 21.09.2019

In Bielefeld und Gütersloh starten an diesem Sonntag zwei Fahrradkorsos zur B 61 Demonstranten treten in die Pedale

Gegner des Straßenausbaus rufen zum Protest an der B 61 auf, darunter (von links) Luca Klee, Anette Klee (Parents for Future) sowie Ingold Klee, Manfred Gruschke und Markus Lakämper von der Bürgerinitiative Energiewende Gütersloh sowie Miriam Schem und Andreas Finke vom Radentscheid Bielefeld.

Gegner des Straßenausbaus rufen zum Protest an der B 61 auf, darunter (von links) Luca Klee, Anette Klee (Parents for Future) sowie Ingold Klee, Manfred Gruschke und Markus Lakämper von der Bürgerinitiative Energiewende Gütersloh sowie Miriam Schem und Andreas Finke vom Radentscheid Bielefeld.

Bielefeld (WB/peb). Allein auf Bielefelder Seite erwarten die Organisatoren bis zu 400 Teilnehmer, wenn an diesem Sonntag von Bielefeld und Gütersloh aus Initiativen mit zwei Fahrradkorsos gegen den geplanten Ausbau der B 61 demonstrieren. Los geht es jeweils um 15 Uhr.

Die AG Verkehrswende der Bürgerinitiative Energiewende Gütersloh und der Bielefelder Radentscheid wenden sich mit dieser Aktion gemeinsam gegen die vom Landesbetrieb Straßen NRW geplante Erweiterung der B 61 zwischen Ummeln und Gütersloh von jetzt zwei auf dann vier Spuren. Die Gegner dieser Planung befürchten, dass etliche der Bäume an der als Allee angelegten Straße abgeholzt würden.

Die Bielefelder Gruppe startet um 15 Uhr am Kesselbrink. »Wir wollen dann gegen 16 Uhr am Ziel sein«, sagt Radentscheid-Sprecher Michael Schem. Gemeinsames Ziel und Ort einer Kundgebung ist die Kreuzung am Schenkenhof in Isselhorst. Die Bielefelder Radler fahren vom Kesselbrink aus über die Friedrich-Ebert- auf die Herforder Straße, dann über die Alfred-Bozi- und Artur-Ladebeck-Straße auf die Gütersloher Straße, die als B 61 über die Stadtgrenze zum Schenkenhof führt. Die Teilnehmer aus Gütersloh starten am dortigen Rathaus.

Bundestagsabgeordnete sind eingeladen

Zur Kundgebung haben sich den Organisatoren zufolge einige Redner angekündigt. Im Anschluss soll es die Möglichkeit einer offenen Diskussion geben. Die Gütersloher AG Verkehrswende und der Bielefelder Radentscheid haben auch die heimischen Bundestagsabgeordneten Ralph Brinkhaus, Elvan Korkmaz, Wiebke Esdar, Britta Haßelmann und Friedrich Straetmanns zur Teilnahme an der Demonstration eingeladen.

Felix Kupferschmidt, Sprecher der AG Verkehrswende, betont, dass die Straßenneu- und -ausbauten rund um Gütersloh fast alle in die Verantwortung des Bundes fielen. Die kommunalen Entscheidungsträger hätten nur noch politisches Mitspracherecht. Die Bevölkerung werde überhaupt nicht mehr grundsätzlich nach ihrem Willen gefragt, beklagt Kupferschmidt. Die Planungen seien viele Jahre alt und entsprächen nicht mehr dem Pariser Klimaschutzabkommen.

Dass die Gütersloher Umweltgruppen Hand in Hand mit den Bielefeldern arbeiten, sei ein Novum ist. Der Protest richte sich nun an die Volksvertreter in den Kreisen Bielefeld und Gütersloh.

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