43-Jährige aus künstlichem Koma erwacht – Täter ist vorbestraft
Messerattacke im Jahnplatztunnel: Opfer sagt aus

Bielefeld (WB). Das 43 Jahre alte Opfer der Messerattacke im Jahnplatztunnel ist mittlerweile von der Kriminalpolizei vernommen worden. Die Frau sei auf dem Weg der Besserung, sagte Staatsanwältin Claudia Bosse auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage.

Samstag, 05.10.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 05.10.2019, 08:55 Uhr
Nach der Messerattacke an der Stadtbahnhaltestelle Jahnplatz wurde der Jahnplatztunnel stundenlang gesperrt. Der Täter hatte mindestens zwei Menschen verletzt. Foto: Christian Müller/Archiv
Nach der Messerattacke an der Stadtbahnhaltestelle Jahnplatz wurde der Jahnplatztunnel stundenlang gesperrt. Der Täter hatte mindestens zwei Menschen verletzt. Foto: Christian Müller/Archiv

Polizeieinsatz am Jahnplatz nach Messer-Attacke

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  • Foto: Kerstin Sewöster, Christian Müller
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Das Opfer sei nach dem Angriff zwischenzeitlich in Lebensgefahr gewesen und musste ins künstliche Koma versetzt werden. Erst mehr als eineinhalb Wochen nach der Tat sei eine Vernehmung möglich gewesen. Zu den Aussagen der Frau machte die Staatsanwaltschaft am Freitag aber noch keine Angaben.

Auch der 42 Jahre alte Passant, der bei der Attacke eingriff, sei von dem 45-jährigen Täter am Arm verletzt worden. Man gehe von einer leichten Verletzung aus, sagte Claudia Bosse. Ob es noch weitere Verletzte gibt, soll nach den Vernehmungen der Zeugen durch die Polizei geklärt sein.  Wie berichtet, standen einige Zeugen nach der Tat unter Schock.

Vielzahl an Messerstichen

Unterdessen werden zwei Wochen nach dem Angriff weitere Details zum Hergang und zum Täter bekannt. Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen soll der Täter seine frühere Lebensgefährtin in den Schwitzkasten genommen haben und dann mit einem Küchenmesser zugestochen haben. Claudia Bosse spricht von einer Vielzahl an Messerstichen.

Gegen den Täter bestand ein Annäherungsverbot. Dieses gilt nach Angaben der Staatsanwaltschaft seit etwa Herbst 2018. Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen soll der Bielefelder seine frühere Lebensgefährtin wiederholt bedroht, beleidigt und verletzt haben.

Staatsanwältin Claudia Bosse bestätigte zumindest, dass der gebürtige Gütersloher »wegen Körperverletzung schon strafrechtlich in Erscheinung getreten« sei. Er sei vorbestraft. Zuletzt soll der Mann in einer Bethel-Einrichtung gewohnt haben. Klar sei zudem, dass ein Psychiater als Gutachter eingeschaltet werden soll.

Täter sitzt in der JVA Bielefeld-Brackwede

 Wie berichtet , hatte die zuständige Richterin des Amtsgerichts Bielefeld nach der Tat am 20. September einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Mann erlassen – unter anderem wegen versuchten Totschlags. Der Bielefelder sitzt in der JVA Bielefeld-Brackwede. Bei der Vernehmung durch Beamte der 22-köpfigen Mordkommission »Tunnel« sagte der Mann aus und legte nach Angaben seines Anwalts ein Geständnis für die Tat ab. Aber einen Tötungsvorsatz bestritt er.

Die Messer-Attacke hatte einen Großeinsatz von Polizei und Rettungsdiensten am Jahnplatz ausgelöst. Die 22-köpfige Mordkommission »Tunnel« unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Alexander Scholz nahm die Arbeit auf. Der Jahnplatztunnel war aufgrund der Ermittlungsarbeiten stundenlang gesperrt.

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