Do., 10.10.2019

Vom Kachelhaus bis zum Hochbunker: ZDF zeigt erste in Bielefeld gedrehte Folge Das sind die Wilsberg-Schauplätze

Die Sparrenburg als Wahrzeichen der Stadt darf in der Bielefelder Wilsberg-Folge nicht fehlen. Georg Wilsberg (Leonard Lansink) und Patentochter Alex (Ina Paule Klink) gehen auf Mördersuche.

Die Sparrenburg als Wahrzeichen der Stadt darf in der Bielefelder Wilsberg-Folge nicht fehlen. Georg Wilsberg (Leonard Lansink) und Patentochter Alex (Ina Paule Klink) gehen auf Mördersuche. Foto: ZDF

Von Stefan Biestmann

Bielefeld (WB). Reihenweise Bielefelder Sehenswürdigkeiten zur besten TV-Sendezeit: Eine bessere Werbung kann sich die Stadt wohl nicht vorstellen. Die erste in Bielefeld gedrehte Wilsberg-Folge »Ins Gesicht geschrieben« läuft am Samstag, 2. November, um 20.15 Uhr im ZDF . Das WESTFALEN-BLATT verrät schon jetzt, welche Orte und Gebäude in der Folge tatsächlich zu sehen sind.

Die ZDF-Krimireihe erreichte zuletzt Einschaltquoten von mehr als sieben Millionen Zuschauern. Für die beiden Folgen »Ins Gesicht geschrieben« und »Bielefeld 23« (Sendetermin noch offen) wurde in Köln, Münster und Bielefeld gedreht. Im Oktober 2018 filmte das 40-köpfige Wilsberg-­Pro­duktions­team acht Tage lang in der Leineweberstadt – insgesamt etwa 80 Stunden.

Es sind erwartungsgemäß markante und stadtbildprägende Bauwerke, die in der ersten der beiden Bielefelder Folgen gezeigt werden. So ist die Sparrenburg gleich in mehreren Szenen zu sehen. Der Münsteraner Privatdetektiv Georg Wilsberg (Leonard Lansink) spaziert dort gemeinsam mit seiner Patentochter Alex Holtkamp (Ina Paule Klink). Ihr Weg führt vorbei an den Rondellen. Ein Kamera-Schwenk zum Johannisberg zeigt zudem, welch schöne Aussicht es von der Sparrenburg aus gibt.

Hochbunker an der Neustädter Straße Foto: Thomas F. Starke

Inhaltlich spielt der Hochbunker an der Neustädter Straße eine große Rolle. Denn hier sitzt das Unternehmen »Face 23«. Die Firma hat eine App entwickelt, die das große Thema in Bielefeld ist. Die umstrittene App identifiziert Menschen per Gesichtserkennung und trägt alle im Netz verfügbaren Informationen zu einer Person zusammen. Auch die späteren Mordermittlungen drehen sich um das Unternehmen.

Viel zu sehen ist vom Bürgerpark – gerade in der zweiten Hälfte der Folge. Zweimal führt der Weg der Kameras zudem am Niederwall vorbei: Zu sehen sind das Alte Rathaus , das Neue Rathaus und das Stadttheater .

Einige Filmszenen spielen im Bürgerpark. Foto: Thomas F. Starke

Dank seiner markanten Außenfassade ist später auch das Kachelhaus an der Goldstraße schnell zu erkennen. Kurz eingeblendet wird der Mirabellenplatz an der Ecke Goldstraße/Hagenbruchstraße – mit Blick auf die Fassade des Brauhauses . Nicht nur Katholiken dürften erkennen, dass auch die St. Jodokus-Kirche am Klosterplatz für wenige Sekunden zu sehen ist. Ansonsten wird dreimal auch eine Stadtansicht Bielefelds aus der Luft gezeigt. Markante Bauwerke wie das ehemalige Telekom-Hochhaus und die Türme einiger Innenstadtkirchen sind dabei unschwer zu erkennen.

Das Kachelhaus wird auch gezeigt. Foto: Thomas F. Starke

Ansonsten gibt es auch viel Fiktives in der neuen Wilsberg-Folge: Denn das Hotel »Drei Könige« und das »Grillparadies« an der Neustädter Straße gibt es ebenso wenig wie die Bielefelder Boulevardzeitung »Bielefelder Blick«. Und auch das Polizeipräsidium Bielefeld, das in der Folge gezeigt wird, ist nicht das Original.

 

Kurz zu sehen: die Jodokuskirche Foto: Bernhard Pierel

Natürlich sind auch die insgesamt 100 Statisten gespannt, ob sie zumindest kurz einmal im Bild auftauchen. Wie berichtet, wird die Folge erstmals an diesem Sonntag beim »Film Festival Cologne« im Filmpalast Köln gezeigt. Die Wilsberg-Folge läuft bei dem internationalen Film- und Fernsehfestival aber außer Konkurrenz.

In jeder Wilsberg-Folge gibt es einen humorvollen Bezug zu Bielefeld. Eine Episode drehte sich im Jahr 2012 sogar um die Bielefeld-Verschwörung (ZDF Neo zeigt am Mittwoch, 16. Oktober um 20.15 Uhr eine Wiederholung der Folge). Zudem feierten bereits drei Wilsberg-Folgen ihre Deutschland-Premiere in Bielefeld – mitinitiiert vom WESTFALEN-BLATT. Aber die Fans mussten bis 2018 warten, ehe erstmals in Bielefeld gedreht wurde. Und Hauptdarsteller Leonard Lansink war hellauf begeistert: »Bielefeld ist lebendig und groß. Und die Menschen sind alle so nett. Wir fühlten uns hier von Anfang an gut aufgenommen.«

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