Do., 10.10.2019

Auch Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas vorstellbar FDP schlägt Bielefeld als BUGA-Stadt vor

Die Stadt Heilbronn hat die Bundesgartenschau (BUGA) 2019 ausgerichtet.

Die Stadt Heilbronn hat die Bundesgartenschau (BUGA) 2019 ausgerichtet. Foto: dpa

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Die FDP schlägt vor, dass sich Bielefeld als Standort der Bundesgartenschau (BUGA) bewerben soll. Zu der Idee gehört bereits ein übergeordnetes Thema, nämlich »Verbindungen«.

Als Ausrichter einer Bundesgartenschau – sie findet seit 1951 im Zweijahres-Rhythmus statt – würde Bielefeld überregionale Aufmerksamkeit erregen. Der Vorschlag der FDP räumt eine angemessene Vorlaufzeit ein: Frühester Termin für eine BUGA in Bielefeld wäre das Jahr 2031. Bis dahin sind die Ausrichter-Städte bereits bestimmt: Nach Heilbronn in diesem Jahr sind das Erfurt (2021), Mannheim (2023), Rostock (2025), das Ruhrgebiet (2027) und das Obere Mittelrheintal (2029).

Die Idee, Bielefeld zur BUGA-Stadt zu machen, wurde bereits in den 1990er Jahren diskutiert: Damals galt die Johannisbachaue zwischen Herforder Straße und Bahndamm als möglicher Standort. Der Vorschlag der FDP beschränkt sich diesmal nicht auf nur einen Ort, sondern schlägt entsprechend des Titels »Verbindungen« Grünzüge und Frischluftzonen vor, die Innenstadt, Stadtteile und den Hochschul-Campus miteinander verbinden würden. Es gehe aber auch um Verbindungen in den Bereichen Mobilität, Kultur und in die Peripherie.

»Wenn die gesamte Stadtgesellschaft dafür an einem Strang zieht.«

Die stadteigene DNA, so Ideengeber Joachim Oehme, sollte hervorgehoben werden. Das Konzept der Verbindungen ließe sich schon auf die Vorbereitungsphase mit der verbindenden Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure leben. Das sorge für eine »breite Akzeptanz«. Die Ausrichtung einer Bundesgartenschau könne zudem Antrieb sein für einen »gezielten Ausbau der vorhandenen Ökosysteme«.

FDP-Kreisvorsitzender Jan Maik Schlifter steht einem solchen Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber. Weil aber 2027 bereits das Ruhrgebiet und damit Nordrhein-Westfalen berücksichtigt werde, sieht er die Chancen als nicht besonders hoch an.

Aufgeben aber gelte nicht, so Schlifter. Der Liberale könnte sich durchaus auch eine Bewerbung Bielefelds für einen anderen Titel vorstellen: nämlich der der Kulturhauptstadt Europas. Eine deutsche Stadt sei 2025 an der Reihe und Schlifter hält eine potenzielle Bewerbung für realistisch: »Wenn die gesamte Stadtgesellschaft dafür an einem Strang zieht.«

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