Sa., 12.10.2019

Sohn des Opfers alarmiert Feuerwehr und erleidet schwere Rauchgasvergiftung Mann stirbt bei Wohnungsbrand im Bielefelder Süden

Bei einem Brand in einer der Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus an der Elballee ist ein Mann gestorben, ein weiterer ist schwer verletzt worden.

Bei einem Brand in einer der Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus an der Elballee ist ein Mann gestorben, ein weiterer ist schwer verletzt worden. Foto: Christian Müller

Bielefeld (WB/cm). Ein Mann ist bei einem Wohnungsbrand im Bielefelder Süden am Samstag gestorben. Der 67-Jährige verbrannte in der Wohnung. Ein 49-jähriger Bielefelder wurde in sprichwörtlich letzter Sekunde von Rettern der Feuerwehr ins Freie gebracht. Er lag bereits schwer verletzt im Flur der Wohnung.

Der 49-jährige Sohn des Bielefelders (67) alarmierte die Feuerwehr gegen etwa 3.50 Uhr. In der Leitstelle meldete er, dass das Wohnzimmer brannte und sich sein Vater darin befand. 33 Einsatzkräften der Feuerwehr eilten daraufhin zur Elbeallee, wie Einsatzleiter Peter Dopheide mitteilte.

»Die Kräfte der Löschabteilung Sennestadt trafen zuerst an der Einsatzstelle ein, bestätigten über Funk das Feuer und forderten weitere Kräfte nach. Dichter Qualm drang aus der Wohnung im ersten Stock«, so Dopheide. Acht der zehn Bewohner des Mehrfamilienhauses hätten sich bereits ins Freie gerettet. Ein im Haus abgestellter Rollator ließ die Einsatzkräfte vermuten, dass sich einer der Betroffenen vermutlich nicht selbstständig in Sicherheit bringen konnte.

Wohnzimmer steht in Brand

Als die Feuerwehrleute zur Wohnung des Todesopfers gelangten, fanden sie demnach an der Wohnungstür den schwer verletzten Sohn. Er wurde in von den Feuerwehrkräften rasch ins Freie gebracht. Das Wohnzimmer brannte in voller Ausdehnung. Flammen schlugen auf der Rückseite des Gebäudes an den darüberliegenden Balkon.

Auch wenn die Feuerwehr ein Übergreifen auf andere Wohnungen vermeiden und schnell mit den Löscharbeiten beginnen konnte, kam für den 69-jährigen jede Hilfe zu spät. Er verbrannte vermutlich auf dem Sofa liegend in der Brandwohnung.

Schwere Rauchgasvergiftung

Der Sohn des Verstorbenen wurde notärztlich behandelt und mit einer schweren Rauchgasvergiftung in Begleitung des Notarztes einem Bielefelder Krankenhaus zugeführt. Die acht weiteren Bewohner wurden nicht verletzt. Während der Löschmaßnahmen wurden sie in der naheliegenden Polizeiwache betreut und konnten nach dem Feuerwehreinsatz zurück in ihre Wohnungen, so Dopheide.

»Das Wohnzimmer der Brandwohnung brannte komplett aus, durch Rauchgase wurde die gesamte Wohnung unbewohnbar. Es entstand ein Schaden von mindestens 50.000 Euro. Die Intensität der Flammen war so stark, dass der Putz von den Wänden fiel.«

Ursache unklar

Hinweise auf Brandstiftung ergaben sich für die Feuerwehr in der Nacht nicht. Zur Brandursache konnten am Einsatzort noch keine Angaben gemacht werden. Kriminalpolizisten begannen in der Nacht mit ihrer Arbeit.

Mit 33 Brandbekämpfern war die Feuerwehr etwa zwei Stunden im Einsatz. Der Einsatzleitwagen der Hauptwache rückte mit dem Löschzug der Wache Süd und den Löschabteilungen Sennestadt und Eckardtsheim aus. Drei Rettungswagen und ein Notarzt wurden angefordert. Insgesamt rüsteten sich 10 Atemschutzgeräteträger (fünf Trupps) aus.

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