Do., 17.10.2019

TV-Show »The Voice of Germany«: Ann-Christin Klos kämpft an diesem Donnerstag ums Weiterkommen Ihr größter Fan ist ein Armine

»Die Show ist für mich wie ein Abenteuer«: Ann-Christin Klos hat es bei »The Voice« unter die besten 75 geschafft.

»Die Show ist für mich wie ein Abenteuer«: Ann-Christin Klos hat es bei »The Voice« unter die besten 75 geschafft. Foto: Bernhard Pierel

Von Stefan Biestmann

Bielefeld/Enger (WB). Für die Bielefelderin Ann-Christin Klos ist ab sofort alles eine Zugabe. »Ich habe jetzt schon mehr erreicht als ich mir erhofft habe«, sagt die 27-Jährige. Als eine von 75 Kandidaten hat sie es bei der TV-Show »The Voice of Germany« in die »Battles« geschafft. An diesem Donnerstag ab 20.15 Uhr auf Pro 7 kämpft sie ums Weiterkommen.

Bei ihrem Auftritt wird sie kräftig unterstützt: In der neuen Runde stehen ihre Eltern und ihre Freundinnen Marie, Saskia und Sarah an der Bühne. »Das gibt mir immer Rückhalt.« Bei den »Blind Auditions«, der vorherigen Runde, fieberte auch ihr Ehemann Fabian Klos im Studio mit – ihr größter Fan.

Natürlich sei sie rund um die Sendung immer wieder auf den Arminia-Torjäger angesprochen worden. »In einigen Interviews ging es leider nur um Fußball«, sagt Ann-Christin Klos. Zudem gefalle ihr der immer wieder genannte Titel »Spielerfrau« alles andere als gut. Schließlich will sie nicht nur über Sport, sondern vor allem über die Show und ihren Auftritt sprechen.

Lob für »Mega-Stimme«

Aber sie freut sich natürlich darüber, dass auch viele Arminia-Profis ihr die Daumen drücken. Fabian Klos werde derzeit oft auf den Auftritt seiner Ehefrau bei der TV-Show angesprochen. Auch über die sozialen Netzwerke habe sie viel Unterstützung erhalten – zum Teil von völlig fremden Menschen.

Das lag auch an ihrem selbstbewussten und energiegeladenen Auftritt bei den »Blind Auditions«. Die Juroren Alice Merton, Mark Forster, Rea Garvey und Sido saßen mit dem Rücken zu ihr, als die Bielefelderin loslegte. Nach kurzer Zeit drehte sich Alice Merton um – gleichbedeutend mit dem Sprung in die nächste Runde. »Ich war erleichtert. Denn wenn sich keiner umgedreht hätte, wäre ich schon super enttäuscht gewesen.«

Alice Merton lobte ihre »Mega-Stimme« und schwärmte von der Energie, die sie in den Augen der Bielefelderin sah. Gemeinsam mit Alice Merton als Trainerin und drei weiteren Gesangs- und Choreographietrainern bereitete sich Ann-Christin Klos dann eine Woche lang auf die nächste Runde vor.

Singen auf Alexanderplatz

Als Duettpartner wurde ihr der neun Jahre jüngere Nicolas Granados zugeteilt. »Wir haben uns gut verstanden. Trotzdem ist es eine Herausforderung, ein Duett mit einem Fremden zu singen«, berichtet Ann-Christin Klos. Hinzu kommt, dass das Lied, ein Pop-Song von Taylor Swift, einen hohen Schwierigkeitsgrad habe. »Alice hat gesagt: Wir sollen Spaß haben. Es muss nicht alles perfekt sein. Das, was man macht, soll echt sein.«

Spaß hat Ann-Christin Klos in jedem Fall. »Die Show ist für mich wie ein Abenteuer«, berichtet sie. Zwar habe sie nicht wie andere »von morgens bis spätabends geprobt«. Aber dafür habe sie neue Freundschaften geschlossen. »Ich habe nicht viel geschlafen. Wir haben abends zusammen geredet und gesungen.« Einmal sei sie mit einer Gruppe über den Alexanderplatz in Berlin geschlendert. »Und wir haben dann spontan einfach gemeinsam gesungen.«

Früher schon bei DSDS

Nach Meinung von Ann-Christin Klos, die seit einiger Zeit in Enger wohnt, ist »Voice of Germany« die beste TV-Casting-Musikshow. Sie hat schließlich den Vergleich: Vor einigen Jahren war sie Kandidatin der RTL-Sendung »Deutschland sucht den Superstar« (DSDS). »Bei DSDS wird viel mehr inszeniert. Bei ›The Voice‹ dagegen kann jeder Kandidat so sein, wie er will.« Zudem lobt sie die Jury der Pro7-Sat1-Casting­show. »Da sitzen Musiker, die alles erreicht haben.«

Und was möchte Ann-Christin Klos noch erreichen? Bei DSDS schaffte sie es damals immerhin unter die besten 28. Bei »The Voice« hat sie zumindest einen langen Atem bewiesen. Viermal war sie schon beim Casting, in diesem Jahr schaffte sie es dann endlich in die Show. »Es war mein Ziel, einmal in die ›Blind Auditions‹ zu kommen«, berichtet Ann-Christin Klos. Nicht nur das ist ihr gelungen, sondern sie ist schon eine Runde weiter.

Auftritte bei Hochzeiten

An eine berufliche musikalische Karriere denkt die 27-Jährige, die für zwei Unternehmen in Herford und Bielefeld als Marketingreferentin arbeitet, derzeit aber nicht. Vielmehr könne sie sich vorstellen, als Sängerin auf regionalen Festen oder wie schon in der Vergangenheit bei Hochzeiten aufzutreten. »Einige Anfragen habe ich bereits erhalten.«

Aber zunächst einmal wird ein Millionenpublikum an diesem Donnerstag ihr Duett mit Nicolas Granados verfolgen. Alice Merton entscheidet, wer von beiden in die nächste Runde kommt. Der oder die Unterlegene kann noch darauf hoffen, dass ein anderer Juror das Weiterkommen ermöglicht. Ann-Christin Klos will sich die aufgezeichnete Sendung mit Familie und Freunden ansehen. Und am späten Abend wissen alle Zuschauer, ob das »Abenteuer« der Bielefelderin weitergeht.

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