Gewinner des Wettbewerbs »Deine Fan-Aktion« stellen Projekte vor
Frische Ideen für Bielefeld

Bielefeld (WB). Poetische Wanderungen in der Dämmerung, ein nachhaltiges Musikfestival und die Verwandlung von Plastikmüll in Kunst- oder Alltagsobjekte – das erwartet die Bielefelder im kommenden Jahr. Erneut wurden bei dem Wettbewerb »Deine Fan-Aktion für Bielefeld« drei Projekte ausgewählt, die, unterstützt von Bielefeld Marketing, 2020 umgesetzt werden.

Freitag, 25.10.2019, 13:00 Uhr
Sie wollen die Bielefelder im kommenden Jahr mit neuen Ideen begeistern (von links): Martin Knabenreich, Geschäftsführer Bielefeld Marketing, Christina Niemann und Marcel Siekendiek (»Neofamosa«), Frieda Wieczorek und Kyana Hanneke (»Nach(t)klang«) , Lena_Whooo und Michael Wojtynek (»Bielefeld for Future«) sowie Kati Bölefahr-Behrends (Projektleitung Bielefeld Marketing)Foto: Thomas F. Starke
Sie wollen die Bielefelder im kommenden Jahr mit neuen Ideen begeistern (von links): Martin Knabenreich, Geschäftsführer Bielefeld Marketing, Christina Niemann und Marcel Siekendiek (»Neofamosa«), Frieda Wieczorek und Kyana Hanneke (»Nach(t)klang«) , Lena_Whooo und Michael Wojtynek (»Bielefeld for Future«) sowie Kati Bölefahr-Behrends (Projektleitung Bielefeld Marketing)

»Es gibt nichts Besseres für unsere Stadt, als gute Ideen der Bürgerinnen und Bürger,« hofft Martin Knabenreich , Geschäftsführer von Bielefeld Marketing, dass die neuen Aktionen ebenso erfolgreich sein werden wie ihre Vorgänger bei der ersten Durchführung des Wettbewerb 2017/18. 30 Projekte hatten sich in der neuen Runde beworben. Nach den Kriterien Inhalt, Kreativität, Attraktivität und Praxis wurden drei davon ausgewählt, die mit je 5000 Euro und der Unterstützung durch Bielefeld Marketing gefördert werden.

»Bielefeld for Future« will die Stadt von Plastikmüll befreien und den Abfall in Kunst- oder Alltagsgegenstände verwandeln. Dazu wird im Frühjahr ein so genanntes »Plogging« veranstaltet, eine Mischung aus Jogging und Müllsammeln. Der dabei gesammelte Plastikmüll wird im Kulturhaus Bielefeld, aus dem Umfeld kommen die Initiatoren, geschreddert und eingeschmolzen.

Nachhaltiges Kunst- und Kulturfestival

Aus dem Material können durch einen 3-D-Drucker neue Gegenstände entstehen. »Zum Beispiel Taschenaschenbecher, damit die Leute ihre Kippen nicht achtlos wegwerfen,« erklärt Michael Wojtynek, einer der Initiatoren. »Oder auch Modelle der Sparrenburg.« Geplant sind parallel ein Aktionstag im und eine Sternwanderung zum Kulturhaus. »Wenn sich das etabliert, wollen wir das durchaus öfter anbieten,« hofft die Künstlerin Lena_Whooo , dass diese Idee von den Bielefeldern angenommen wird.

Das erhoffen sich auch DJ Marcel Siekendiek und die Designerin und Fotografin Christina Niemann, die im Sommer mit dem »Neofamosa« auf einer innerstädtischen Grünfläche ein nachhaltiges Kunst- und Kulturfestival veranstalten wollen. »Wir sind selbst langjährige Festivalgänger und waren stets erschrocken, wie viel Müll dort entsteht und zurückbleibt,« erläutert Siekendiek die Ideenfindung. Die Musik soll bei diesem Festival der Einstieg sein zur Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit oder anderen Umweltfragen. Ausstellungen, Workshops und Infostände sollen das Angebot ergänzen.

Eine Kooperation der besonderen Art liegt dem Projekt »Nach(t)klang« zugrunde. Renate Dyck, die schon seit Jahren Themenwanderungen durch die Natur und speziell den Wald anbietet, bietet unter diesem Titel im kommenden Jahr zusammen mit dem »Shademakers Carnival Club« (»Carnival der Kulturen«) experimentelle Kunstwanderungen durch den Wald an. Auf unbekannten Wegen und entlang historischen Orte sollen die Teilnehmer im Dämmerlicht an 14 Stellen Performancekunst, Poesie und Musik (Klassik und Jazz) erleben.

»Wir greifen aber nicht ein, die Projekte sind völlig unabhängig.«

Drei oder mehr Termine sind geplant. Bis zu 120 Personen seien pro Gruppe möglich, erläutert Frieda Wieczorek von den »Shademakers«. Im Mai sollen die Wanderungen beginnen, mindestens eine davon soll barrierefrei sein. Allerdings gäbe es einen Umstand, der die Planungen erheblich beeinträchtigen könne: der Borkenkäferbefall. Es sei nicht ausgeschlossen, dass spezielle Waldrundgänge im kommenden Jahr dann nicht möglich seinen. Wieczorek: »Wenn es im Wald nicht geht, weichen wir auf Grünflächen aus.«

Martin Knabenreich betont, dass alle Projekte noch in der Planungsphase seien, Bielefeld Marketing bei der konkreten Umsetzung aber allen Gewinnern der Aktion hilfreich zur Seite stehen werde. »Wir greifen aber nicht ein, die Projekte sind völlig unabhängig.« Und sollte eines der Projekte besonders gut ankommen, sei eine Fortsetzung durchaus möglich wie bei der Outdoor-Sportserie »Bielefeld kommt raus«, einer der Gewinner bei der ersten Ausrichtung des Wettbewerbs, die nach 2018 auch in diesem Jahr fortgesetzt wurde.

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