Umweltbetrieb stellt vier Bäume auf – eine Fichte für den Alten Markt - mit Video
Die Weihnachtsbäume sind da

Bielefeld (WB). Um kurz nach 9 Uhr steht der erste Weihnachtsbaum in der Bielefelder Altstadt. Eine elf bis zwölf Meter hohe Fichte (Picea omorika) ziert nun für einige Wochen den Alten Markt. »Der erste Akt ist erledigt«, sagt Bezirksgärtnermeister Dietrich Kopp vom Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld, als der erste von insgesamt vier Vorboten der Weihnachtszeit platziert ist.

Donnerstag, 14.11.2019, 07:00 Uhr
Der erste Weihnachtsbaum, eine Fichte, wird am frühen Mittwochmorgen gegen 9 Uhr auf dem Alten Markt aufgestellt. Foto: Bernhard Pierel
Der erste Weihnachtsbaum, eine Fichte, wird am frühen Mittwochmorgen gegen 9 Uhr auf dem Alten Markt aufgestellt. Foto: Bernhard Pierel

Vier Weihnachtsbäume in der Innenstadt aufgestellt

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  • Foto: Bernhard Pierel und Arndt Wienböker
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Der 1,2 Tonnen schwere Baum stammt von einem Grundstück einer Immobiliengesellschaft in der Voltmannstraße. Dort haben sieben Mitarbeiter von der Grünunterhaltung des Umweltbetriebs am frühen Mittwochmorgen um 7.30 Uhr mit der Fällung begonnen. Dafür ist in Bielefeld seit 23 Jahren Vorarbeiter Uwe Biermann zuständig. »Wir sind ein eingespieltes Team«, sagt der Mann an der Motorsäge. Mit Hilfe einer Hubarbeitsbühne fixieren Mitarbeiter des Umweltbetriebs nach dem Absägen des Stammes den Baum an einer Kette. Mit einem 80-Tonnen-Kran wird die Fichte dann auf ein Muldenfahrzeug geladen und zum Bestimmungsort transportiert.

Zwei Polizeifahrzeuge begleiten den Transport und sorgen so für Sicherheit auf der Straße. Am Alten Markt angekommen wird der Baum abgeladen und in die dafür vorgesehenen Bodenhülse eingelassen. »Wir hatten hier schon wesentlich schwerere Bäume stehen«, berichtet Dietrich Kopp, während einige vorbeikommende Passanten ein paar Handyfotos machen.

»Wir haben den Baum vor 30 Jahren selbst gepflanzt«

Weihnachtsbaum Nummer zwei kommt aus Senne und hier ist der Aufwand weitaus größer. Da das Privatgrundstück, in dem die 1,6 Tonnen schwere Nordmanntanne steht, nur schwer zugänglich ist, kommt ein 100-Tonnen-Kran mit 40 Tonnen Kontergewicht zum Einsatz. »Der Baum steht etwa 35 Meter von der Straße entfernt. Darum müssen wir hier einen noch größeren Autokran einsetzen«, erklärt Dietrich Kopp.

Die Eigentümer des Grundstücks sind Annemarie (85) und Harry Gniffke (91.). Das betagte Ehepaar beobachtet interessiert, was in ihrem Garten passiert. »Wir haben den Baum vor 30 Jahren selbst gepflanzt«, berichtet Annemarie Gniffke. Ursprünglich hätten dort einmal sechs Tannen gestanden.

»Zur goldenen Hochzeit sind dann fünf Bäume gefällt worden, aber einen wollten wir noch behalten«, erklärt das Paar. Gegen 10.30 Uhr ist dann aber auch die letzte Nordmanntanne von ihrem Grundstück am Sennehof verschwunden. »Der Baum findet ja noch eine gute Anwendung. Wir werden ihn uns auf dem Jahnplatz noch einmal anschauen«, betonen die Gniffkes. Als Andenken behalten sie ein kleines Stück vom Baumstamm sowie einige Äste, die beim Abtransport verloren gehen. Um kurz vor 12 Uhr wird der Baum dann planmäßig auf dem Jahnplatz aufgestellt. Mit Beginn des Weihnachtsmarktes am 25. November steht der Baum dann inmitten einer der vielen Weihnachtshütten.

30 Bäume aus Privatbesitz angeboten

Die zwei weiteren Bielefelder Weihnachtsbäume stammen aus Privatgrundstücken von der Ortsgrenze zu Steinhagen und aus Ummeln. Auch hier handelt es sich um Nordmanntannen, die auf dem Willy-Brandt-Platz und vor dem Neuen Rathaus aufgestellt werden. »Alles hat reibungslos geklappt. Auch das Wetter hat mitgespielt«, fasst Dietrich Kopp nach einem langen Arbeitstag zusammen.

Das Schwierige sei nicht allein das Fällen und Aufstellen der Bäume, sondern auch die Auswahl zuvor. Kopp: »Uns wurden in diesem Jahr um die 30 Bäume aus Privatbesitz angeboten, aber nur die vier, die wir jetzt genommen haben, waren auch als Weihnachtsbäume für die Stadt geeignet.«

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