Sa., 16.11.2019

Bielefelder Polizei rüstet bis Mitte 2021 komplett um Der erste neue Streifenwagen

Die Hauptkommissare Kirsten Bargholz und Marc Findorff haben gestern Vormittag den ersten neuen S-MAX-Streifenwagen übernommen und zur Wache Ost gefahren.

Die Hauptkommissare Kirsten Bargholz und Marc Findorff haben gestern Vormittag den ersten neuen S-MAX-Streifenwagen übernommen und zur Wache Ost gefahren. Foto: Bernhard Pierel

Von Sabine Schulze

Bielefeld( WB). Mehr Platz, mehr Komfort beim Ein- und Aussteigen und einige clevere Detaillösungen, wie Polizeisprecher Dirk Trümper sagt: Das zeichnet die neuen Streifenwagen des Typs Ford S-MAX aus. Den ersten Wagen dieses Typs hat die Bielefelder Polizei am Freitag in Dienst genommen.

48 Streifenwagen sind im Stadtgebiet unterwegs, bis Mitte 2021 sollen sie komplett ausgetauscht sein. Statt mit BMW’s der Dreier-Reihe werden die Bielefelder Polizisten dann mit 32 Ford S-MAX und 16 Mercedes Vito unterwegs sein. Zwei, drei weitere Fords sollen noch in diesem Jahr kommen.

»Die Wagen haben einen Zwei-Liter-Dieselmotor mit 190 PS und einem Acht-Gang-Automatikgetriebe«, sagt Trümper. Sie erfüllen die neuesten Umweltnormen. Vor allem aber haben sie sich in den Praxistests bewährt. Erstmalig seien diejenigen, die mit den Streifenwagen künftig unterwegs sind, ausführlich gehört worden. Darauf hat NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) Wert gelegt.

»Fünf Fahrzeugtypen standen ursprünglich zur Wahl, zwei wurden ausgewählt und getestet.« Weitere Verbesserungswünsche wurden gehört und berücksichtigt, bevor das Landesamt für zentrale polizeiliche Dienste in Duisburg dann die Fahrzeuge bestellte. Die werden erstmals nicht geleast, sondern gekauft. Mit etwa 50.000 Euro schlägt jedes Fahrzeug zu Buche. Der Kauf habe sich, erklärt Trümper, bei einer Nutzungsdauer von etwa vier Jahren als günstiger erwiesen. Zudem gestaltete sich die Rückabwicklung der geleasten Fahrzeuge oft als logistische Herausforderung.

»Jetzt haben drei Kollegen voll ausgestattet gut Platz in dem S-MAX«

Ein Kritikpunkt an den bisherigen Streifenwagen war, dass Waffe und Holster oft mit dem Gurtschloss kollidierten. »Jetzt haben drei Kollegen voll ausgestattet gut Platz in dem S-MAX und dem Vito«, sagt Trümper. Der Vito ist noch etwas geräumiger und soll bei komplexen und langwierigen Einsätzen genutzt werden.

Umfangreich ist das Equipment der Streifenwagen: »An Bord ist alles, was für die Aufnahme eines Verkehrsunfalles oder für erste Maßnahmen an einem Tatort nötig ist«, sagt Trümper. Das reicht von Feuerlöscher, Pylonen, Warnleuchten und Spray zur Fahrbahnmarkierung über Schaufel, Besen, Feger und Fluchthaube bis zu Helmen, Westen und Maschinenpistolen.

Dazu kommen einige Extras an den Fahrzeugen, die für mehr Sicherheit und Sichtbarkeit sorgen sollen. »Dazu gehören Frontblitzer im Kühlergrill und Blitzer an der Seite, die darauf aufmerksam machen, dass sich ein Wagen im Einsatz nähert oder sich in eine Kreuzung vortastet, insgesamt mehr Leuchten und Beleuchtung zum Beispiel im Ladebereich und der Heckklappe«, zählt Trümper auf. Videoeinrichtungen sind nach vorne und hinten gerichtet und dienen vor allem der Eigensicherung. »Insgesamt eben viele Detaillösungen, die clever gemacht sind.«

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