Verwaltung legt die Pläne eines privaten Investors für 70 Wohneinheiten in Quelle vor
Neues Baugebiet neben Biohof Bobbert

Bielefeld (WB). Mit einer neuen Bebauungsplanung soll Quelle weiter wachsen. Die Politik muss jetzt darüber entscheiden, ob auf der Wiese zwischen Wilfriedstraße, Osnabrücker Straße und dem Biohof Bobbert in Kürze ein Wohngebiet mit rund 70 neuen Wohneinheiten entstehen kann.

Sonntag, 17.11.2019, 18:00 Uhr
Wo neben dem Biohof Bobbert noch ein Gewächshaus steht und Schafe grasen, sollen Einzel- und Doppelhäuser sowie einige Mehrfamilienhäuser entstehen. Foto: Kerstin Sewöster
Wo neben dem Biohof Bobbert noch ein Gewächshaus steht und Schafe grasen, sollen Einzel- und Doppelhäuser sowie einige Mehrfamilienhäuser entstehen. Foto: Kerstin Sewöster

Die Verwaltung begrüßt die Planung eines privaten Investors: »Durch die Entwicklung eines neuen Wohngebietes soll der erheblichen Nachfrage nach Wohnraum in Bielefeld Rechnung getragen werden«, heißt es in der Vorlage, über die die Bezirksvertretung Brackwede am kommenden Donnerstag beraten wird. In dem Aufstellungsbeschluss soll die Planung in Gang gebracht werden, Details dazu könnten in weiteren Planungsschritten von der Politik noch verändert werden.

Der Entwurf des Investors für das etwa 2,5 Hektar große Areal sieht vor, in einer aufgelockerten Bebauung rund 30 ein- bis zweigeschossige Einzel- und Doppelhäuser zu errichten, dazu etwa vier Mehrfamilienhäuser im nördlichen Bereich in Richtung Osnabrücker Straße. Entsprechend der Vorgabe des Rates, 25 Prozent der Wohnungen in neuen Bebauungsplänen als öffentlich geförderten Wohnraum auszuweisen, sollen etwa 18 Sozialwohnungen eingeplant werden.

Schließung einer »städtebaulichen Lücke«

Die Erschließung dieser Neubauflächen würde von der Wilfried­straße aus erfolgen. Nach Angaben des Bauamtes ist eine Ringstraße geplant, die an zwei Punkten – südlich des Knicks der Wilfriedstraße sowie in Höhe der Einmündung der Reinholdstraße – an die Wilfriedstraße anbindet. Zudem ist eine Fuß- und Radwegeverbindung an den nördlich des Plangebietes verlaufenden Weg vorgesehen. Insgesamt soll die neue Bebauung den bestehenden Siedlungsbereich an der Wilfriedstraße abrunden. Die Planer sprechen von einer »städtebaulichen Lücke am nördlichen Siedlungsrand von Quelle«, die geschlossen werde.

Der neue Bebauungsplan soll auch den Hof Meyer zu Borgsen (Biohof Bobbert) erfassen. Dadurch soll der bestehende landwirtschaftliche Betrieb gesichert und eine ergänzende Nutzung ermöglicht werden. Das bedeutet konkret: Auf dem Bauernhof würde künftig eine zusätzliche Wohnbebauung zugelassen. Dazu wollen die Planer das Hofareal als so genanntes Dorfgebiet ausweisen. Das sind gemischte Gebiete, in denen Landwirtschaft, Wohnen und Gewerbe ermöglicht wird, in denen die Landwirtschaft aber primären Schutz genießt. Das bedeutet, dass andere Arten der Nutzung Rücksicht auf die Belange der Landwirtschaft nehmen müssen, insbesondere mit Blick auf die typischen Geruchs- und Geräuschbelastungen.

Baumbestand bleibt erhalten

Ziel der Planung ist es auch, den prägenden Baumbestand um die Hofanlage zu erhalten. Das östlich des Hofareals verlaufende Fließgewässer, das in die Ems-Lutter entwässert, soll ein Stück weit nach Westen, näher heran an das Hofgelände, verlegt werden. Der Biohof Bobbert wird auch in Zukunft von Süden über die vorhandene private Zufahrt von der Borgsen-Allee und von Norden über die Alleestraße erschlossen werden.

Die Bezirksvertretung Brackwede berät über den Bebauungsplan in ihrer nächsten Sitzung am Donnerstag, 21. November, ab 16 Uhr im Saal des Bezirksamtes Brackwede.

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