Urteilsbegründung liegt vor – Oberbürgermeister macht Ankündigung wahr
Streit um Mufflon-Abschuss: Stadt zieht vors Bundesverwaltungsgericht

Bielefeld (WB). Im Streit um den Abschuss der Mufflon-Herde zieht die Stadt Bielefeld jetzt vor das Bundesverwaltungsgericht. Das sagte Oberbürgermeister Pit Clausen am späten Mittwochnachmittag an und folgte damit seiner bereits getätigten Ankündigung (das WESTFALEN-BLATT berichtete) . Die Stadt habe am Mittwoch die Begründung des Urteils erhalten.

Mittwoch, 11.12.2019, 17:05 Uhr aktualisiert: 11.12.2019, 17:30 Uhr
Seit den 60er Jahren lebt eine Mufflon-Herde im Teutoburger Wald im Bereich des Senders Hünenburg. Jetzt droht den Tieren der Abschuss. Foto: Markus Poch
Seit den 60er Jahren lebt eine Mufflon-Herde im Teutoburger Wald im Bereich des Senders Hünenburg. Jetzt droht den Tieren der Abschuss. Foto: Markus Poch

Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte in dem Rechtsstreit der Klasingschen Familienstiftung Recht gegeben. Die hatte sich als Waldbesitzer darüber beklagt, dass die Mufflons große Schäden an Bäumen anrichten. Nach dem Urteil hat die Stadt die Schäden, die das Wild anrichtet, nicht ausreichend berücksichtigt. Die Stadt sei verpflichtet, über den Antrag auf Abschuss der Muffelwildherde neu zu entscheiden. Es wurde keine Revision zugelassen.

„Seit 2002 steht der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz, um den Umgang mit Tieren in ethisch verträgliche, tierschutzgerechte Bahnen zu lenken“, sagt Clausen. „Diesem Auftrag wollen wir auch im Umgang mit der kleinen Muffelwildherde gerecht werden. Wir werden uns nun an die nächst höhere Instanz wenden und das Bundesverwaltungsgericht einschalten.”

Das Urteil des OVG ist hier nachzulesen: https://www.bielefeld.de/ftp/dokumente/Urteil_Muffelwildherde.pdf

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