Fr., 27.12.2019

Polizei: Frau wurde in Bielefeld erwürgt – Verdächtiger schweigt zu Vorwürfen – mit Video 34-Jährige liegt tot in Wohnung – Nachbar (59) unter Mordverdacht

Der „Mordbulli“ der Spurensicherung steht am Tatort an der Bremer Straße in Bielefeld. Eine Mordkommission ermittelt.

Der „Mordbulli“ der Spurensicherung steht am Tatort an der Bremer Straße in Bielefeld. Eine Mordkommission ermittelt. Foto: Christian Müller

Bielefeld (WB). Eine 34-jährige Frau ist tot in ihrer Wohnung an der Bremer Straße in Bielefeld aufgefunden worden. Die Polizei geht von einer Gewalttat aus. Ihr Nachbar (59 steht nach Polizeiangaben unter Mordverdacht, schweigt aber zu den Vorwürfen.

Bereits am frühen Morgen des Montag wurde ein Bewohner des Mehrfamilienhauses an der Bremer Straße in Bielefeld auf Hundegebell aus einer Nachbarwohnung aufmerksam. Da das Gebell nicht nachließ und ihm das ungewöhnlich erschien, informierte er die Polizei.

Die Beamten befürchteten einen Notfall und drangen in die Wohnung ein, wo sie die 34-jährige Bewohnerin tot auffanden. Die anschließenden Ermittlungen des zuständigen Kriminalkommissariats ergaben erste Hinweise auf eine mögliche Fremdeinwirkung. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld wurde eingeschaltet.

Erwürgen als Todesursache

Am Heiligabend fand die Obduktion des Leichnams statt. Die Rechtsmediziner fanden heraus, dass die junge Frau Opfer einer Gewalttat geworden war. Als konkrete Todesursache wurde Erwürgen festgestellt.

Zur Aufklärung der Tat wurde die Mordkommission „Bremer” unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Ralf Gelhot eingerichtet.

Im Rahmen der Ermittlungen ergab sich nach Polizeiangaben ein Tatverdacht gegen einen 59-jährigen Nachbarn aus demselben Haus. Zeugenangaben zufolge habe es zwischen dem Opfer und dem Tatverdächtigen am Abend vor dem Auffinden der Toten einen Streit gegeben.

59-Jähriger wurde bereits am Mittwoch festgenommen

Der 59-jährige wurde am Mittwoch in den Mittagsstunden durch die Mordkommission an der Anschrift seiner Mutter festgenommen. Bei den weiteren Ermittlungen ergaben sich Anhaltspunkte, die den Tatverdacht erhärteten.

Am Nachmittag des Donnerstags wurde der Tatverdächtige dem Haftrichter beim Amtsgericht Bielefeld vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des Mordes.

Der 59-jährige schweigt derzeit zu den Vorwürfen und wird anwaltlich vertreten. „Die Mordkommission ermittelt weiter, um die Tat lückenlos aufzuklären“, berichtet Polizeisprecher Knut Packmohr.

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