Beamter stoppt Randalierer am Marderweg in Sennestadt – ein Messer wurde beim Tatverdächtigen (31) allerdings nicht sichergestellt
Ermittlung nach Schuss aus Polizeiwaffe

Bielefeld (WB/peb). Der Randalierer, der am frühen Samstagmorgen in Sennestadt mit einem Schuss ins Bein von der Polizei gestoppt wurde, wird möglicherweise in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Christopher York, Sprecher der Bielefelder Staatsanwaltschaft, sagte, dass jetzt die Voraussetzungen einer solchen Unterbringung des möglicherweise psychisch gestörten Mannes geprüft würden.

Mittwoch, 15.01.2020, 07:11 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 07:20 Uhr
Symbolfoto Foto: dpa
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Der Staatsanwalt nannte auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage weitere Details zu dem Vorfall am Marderweg. Demnach hatte der 31-jährige Bewohner des Mehrfamilienhauses gegen 2.40 Uhr laut gegen die Wohnungstüren der Mitbewohner geschlagen. Eine Nachbarin rief daraufhin die Polizei. Die Besatzung dreier Streifenwagen eilte an den Marderweg, nachdem es hieß, der Randalierer sei möglicherweise mit einem Messer bewaffnet.

„Es gibt Anhaltspunkte, dass er bewaffnet war“, sagt Christopher York. Allerdings sei nach dem Eingreifen der Polizei keine Waffe sichergestellt und offenbar auch nicht gefunden worden. Inwieweit es am Ort des Geschehens eine Bedrohungssituation gegeben hat, die letztlich zu dem gezielten Schuss ins Bein des Randalierers durch einen Polizeibeamten geführt hat, ist noch unklar und jetzt „Gegenstand der Ermittlungen“, so der Staatsanwalt.

Polizisten wurden bei dem Einsatz nicht verletzt. Der 31-Jährige liegt noch im Krankenhaus. Aus Neutralitätsgründen hat die Polizei in Münster die in Fällen eines Schusswaffengebrauchs durch Polizeibeamte üblichen Ermittlungen übernommen.

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