Anstieg bei spontanen Tätlichkeiten und Widerstandshandlungen gegen Bedienstete
Neun schwere Attacken auf JVA-Bedienstete in NRW

Düsseldorf (dpa/lnw). Bedienstete von Justizvollzugsanstalten (JVA) in Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr in neun Fällen durch vorsätzliche Attacken von Gefangenen verletzt worden – auch in Ostwestfalen-Lippe.

Mittwoch, 15.01.2020, 12:57 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 13:00 Uhr
Der Eingangsbereich der Justizvollzugsanstalt in Herford. Foto: Moritz Winde
Der Eingangsbereich der Justizvollzugsanstalt in Herford. Foto: Moritz Winde

Das geht aus einem schriftlichen Bericht des NRW-Justizministeriums zu einer Ausschusssitzung am Mittwoch hervor. Erfasst würden zielgerichtete, also geplante Angriffe, die zur zeitweisen Arbeitsunfähigkeit führten, hieß es aus dem Ministerium.

In OWL: Angriffe in Bielefeld und Herford

Angriffe gab es etwa in Haftanstalten in Aachen, Remscheid, Essen, Wuppertal oder Köln. In Ostwestfalen sind Anstalten in Herford und Bielefeld betroffen gewesen. Zum Gesundheitszustand der betroffenen Beamten machte das Ministerium keine Angaben. Getötet wurde niemand.

Deutlich mehr spontane Tätlichkeiten

Zu den vorsätzlichen Attacken kämen deutlich mehr spontane Tätlichkeiten und Widerstandshandlungen gegen Bedienstete – etwa wenn JVA-Mitarbeiter bei Schlägereien zwischen Gefangenen eingriffen, um Kontrahenten zu trennen. Zu diesen Fällen gab es keine Zahlen.

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