Di., 21.01.2020

Zwei Verletzte bei schwerem Verkehrsunfall – Autofahrer blockieren Rettungsgasse – mit Video Auto überschlägt sich auf der B 66

Der beteiligte Dacia Duster landete bei dem Unfall auf der Seite.

Der beteiligte Dacia Duster landete bei dem Unfall auf der Seite. Foto: Christian Müller

Bielefeld (WB/cm). Auf der B66 (Lagesche Straße) ist es am Dienstagmorgen zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein 58-jähriger aus Neuss überschlug sich mit seinem Dacia. Der Kombi krachte auf die Fahrerseite. Feuerwehrleute befreiten den eingeschlossenen und schwer verletzten Fahrer. Der zweite Unfallbeteiligte, ein 30-jähriger Fahrer eines Ford Fiesta aus Hamburg, wurde leicht verletzt. Beide Unfallopfer wurden in Krankenhäuser gebracht.

Der Unfall ereignete sich kurz vor der Stadtgrenze zum Kreis Lippe gegen 8.00 Uhr in Fahrtrichtung Oerlinghausen. Im Bereich der Verengung von zwei Spuren auf eine Fahrspur befuhr der Dacia-Fahrer den linken Fahrstreifen. Beim Einfädeln kollidierte der Ford auf dem rechten Fahrstreifen mit dem Werkstattwagen eines Baumaschinenhändlers. Der Dacia-Kombi überschlug sich und kam auf der Fahrerseite an der Leitplanke zum Liegen.

Der 58-jährige wurde in seinem Fahrzeug eingeschlossen, sagte Einsatzleiter Jörn Bielinski. Um ihn zu befreien, sei eine patientenschonende Rettung eingeleitet worden. Bielinski: „Dafür sicherten wir das havarierte Fahrzeug und verschafften uns einen Zugang durch die Frontscheibe und die Beifahrertür zum Patienten. Mit einem Wirbelsäulenbrett wurde der verletzte Fahrer nach Anweisung des Notarztes durch die Heckklappe aus dem Auto befreit und vom Rettungsdienst medizinisch versorgt.“ Der 58-Jährige wurde, begleitet von einem Notarzt, schwer verletzt ins Klinikum Gilead gebracht. Der Ford-Fahrer kam ebenfalls verletzt ins Krankenhaus Mitte.

30.000 Euro Sachschaden

Feuerwehrkräfte klemmten die Batterien der Fahrzeuge ab und beseitigten ausgelaufene Betriebsstoffe am schwer beschädigten Ford Fiesta. Polizisten sicherten die Unfallspuren mit dem Monobildverfahren und begleiteten im Stau wartende Verkehrsteilnehmer zurück in Richtung Bielefeld. Für die Rettungsarbeiten, Unfallaufnahme und die folgende Bergung der Autos wurde die Bundesstraße ab Stieghorst mehr als zweieinhalb Stunden lang von kurz nach 8 Uhr bis 10.45 Uhr voll gesperrt. Auch die Autobahnabfahrt Bielefeld-Ost wurde teilweise gesperrt. Das führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Bielefelder Osten und im benachbarten Kreis Lippe.

Zur Klärung der Unfallursache stellte die Polizei den Ford und den Dacia sicher. Den entstandenen Sachschaden schätzten die Polizisten auf 30.000 Euro.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit etwa 30 Kräften im Einsatz. Neben dem Rüstzug der Hauptwache waren Aktive der freiwilligen Löschabteilungen Hillegossen und Ubbedissen vor Ort.

Wie die Polizei mitteilte, blockierten im Stau wartende Autofahrer die Rettungsgasse. Im Rückspiegel beobachtete die Besatzung eines Streifenwagens, dass nach ihrem Passieren einige Autofahrer ihre Fahrzeuge zurück zur Straßenmitte steuerten. Die Anfahrt zur Einsatzstelle für die anrückenden Rettungskräfte wurde erheblich erschwert. Die Polizei Bielefeld appelliert erneut an alle Verkehrsteilnehmer, eine Gasse zu bilden und diese für die Rettungskräfte offen zu halten.

 

 

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