Fr., 24.01.2020

Bielefelder Softwarespezialist wächst um gut zwölf Prozent – sattes Gewinnplus Itelligence jetzt Umsatz-Milliardär

Vorstandschef Norbert Rotter.

Vorstandschef Norbert Rotter. Foto: Itelligence

Von Bernhard Hertlein

Bielefeld (WB). Der im SAP-Umfeld tätige IT-Dienstleister Itelligence AG hat im 30. Jahr seit der Gründung erstmals die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro überschritten. Nach einem eher schwierigen Jahr 2018 legte das zum japanischen Telekomkonzern NTT gehörende Bielefelder Unternehmen von 926,6 Millionen Euro um 12,2 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro zu. Der Gewinn erhöhte sich um 37,1 Prozent auf 42,5 (Vorjahr: 31,0) Millionen Euro.

Starkes Wachstum in Großbritannien

Den größten Sprung beim Umsatz machte Itelligence mit plus 36 Prozent ausgerechnet in Großbritannien. Der Vorstandsvorsitzende Norbert Rotter führte dies am Freitag vor allem auf Verstärkungen beim Personal zurück. Neukunden konnten im Vereinigten Königreich etwa im Universitätssektor und in der Pharmabranche gewonnen werden. Vom Brexit erwartet Rotter keine größeren negativen Auswirkungen, da Geschäfte vor Ort abgeschlossen und durchgeführt würden.

Insgesamt konnte Itelligence in Westeuropa 23,5 Prozent auf 162,7 Millionen Euro zulegen. Darin nicht eingeschlossen sind die Umsätze in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo der Umsatz um 6,9 Prozent auf 474,7 (444,1) Millionen Euro stieg. In dem nach Deutschland und vor Großbritannien zweitgrößten Markt USA, wo 2018 ein Großkunde absprang und die Geschäfte insgesamt zurückgingen, konnte Itelligence im vergangenen Jahr wieder den Umsatz um 24,3 Prozent auf 176,4 (41,9) Millionen Euro steigern.

Was die Erträge betrifft, so stehe Itelligence in den Vereinigten Staaten aber weiter unter Druck. Das gelte auch für Frankreich, wo die Landesgesellschaft noch in der Restrukturierungsphase stecke, und in China, wo sich einige Geschäfte als schwieriger erwiesen als geplant.

Rotter erwartet weiteren Umsatzzuwachs

Im neuen Geschäftsjahr geht Rotter für Itelligence wieder von einem Umsatzplus aus, das zwischen acht und zehn Prozent liegen werde. Dies würde einen Zuwachs um 100 Millionen Euro Umsatz bedeuten. Dabei sei es gerade erst zehn Jahre her, dass Itelligence die 200-Millionen-Euro-Grenze überschritten habe. Große Erwartungen hat Rotter an eine im Dezember getätigte Übernahme in Brasilien, die für Itelligence zugleich den Neueinstieg in den südamerikanischen Markt bedeutete.

Parallel zum geschäftlichen Erfolg steigerte Itelligence auch die Zahl der Mitarbeiter von 7904 auf 9357. Hinzu kommen nach Angaben Rotters noch 550 Beschäftigte in China, die zwar NTT zugeordnet seien, für die aber Itelligence die Verantwortung trage. Am Stammsitz in Bielefeld beschäftigt das Unternehmen 776 Mitarbeiter, 50 mehr als 2018. Grundsätzlich werde Itelligence auch personell weiter wachsen, allerdings global und nicht unbedingt in Bielefeld. Gleichwohl suche das Unternehmen an allen Standorten qualifizierte IT-Fachleute.

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