Interview mit dem ehemaligen Professor der Universität Bielefeld
Hurrelmann: „Junge Leute haben eine eingebaute Burnout-Sperre“

Bielefeld/Berlin (WB/as). Jugendforscher Klaus Hurrelmann schreibt jungen Berufseinsteigern eine „eingebaute Burnout-Sperre“ zu. „Die jungen Leute sind digital groß geworden und wissen, dass sie 24 Stunden am Tag erreicht werden können. Und das möchten sie nicht aus ihrem Privatleben ins Berufsleben übertragen”, sagte Hurrelmann dem WESTFALEN-BLATT.

Montag, 27.01.2020, 14:35 Uhr aktualisiert: 27.01.2020, 14:42 Uhr
Der Bildungsforscher Professor Klaus Hurrelmann. Foto: Peter Himsel/dpa
Der Bildungsforscher Professor Klaus Hurrelmann. Foto: Peter Himsel/dpa

„Die Unternehmen nehmen sie auch, wenn sie Schwächen beim Rechnen und Schreiben haben – weil sie keine Wahl haben. Dann wird im Betrieb nachgebildet. Und nicht nur das. Der Anspruch an gutes Betriebsklima, sinnhafte Tätigkeiten, positives Feedback und Rücksicht auf Privatleben ist hoch. Das Interesse daran, nicht zu viel arbeiten zu müssen, ist groß. Die Millennials wissen, dass ihnen beruflich eigentlich nichts passieren kann, sofern sie eine vernünftige Ausbildung haben”, so Hurrelmann weiter.

Hurrelmann lehrte fast drei Jahrzehnte an der Universität Bielefeld, er war erster Dekan der „Fakultät für Pädagogik“. Seit 2009 arbeitet er als Professor of Public Health and Education an der Hertie School of Governance in Berlin.

Lesen Sie am Dienstag im WESTFALEN-BLATT das große Interview mit Klaus Hurrelmann.

Kommentare

Anne-Kathrin Warezcha  schrieb: 31.01.2020 10:57
Sachlich und freundlich gegenüber anderen Meinungen
Immer wieder suche ich nach Beispielen, die illustrieren, wie durch scheinbar neutrale Berichterstattung Medien Meinung bilden. Das Interview mit Herrn Prof. Hurrelmann „Wie tickt die Jugend von heute, Herr Professor?“ am Dienstag 28.1.20120 in der Rubrik Ostwestfalen-Lippe des Westfalen-Blatts gibt sogar Anfänger*innen eine Chance. Danke dafür!
Denn das deutsche Gesicht von Fridays-for-Future wirkt angeblich wie eine verwöhnte Göre. Wodurch eigentlich? – die Fähigkeit von Luisa Neubauer Zusammenhänge wohlformuliert auf den Punkt zu bringen, beim Thema zu bleiben oder ihr selbstbewusstes Auftreten? Verwöhnte Göre oder moderne Frau? – aber beide "erfassen Themen ja (nur) emotional".

Jetzt mal für den ganz "rationalen Mann": Mehr CO2 in der Atmosphäre führt zu Erderwärmung. Wenn wir weiter so leben und wirtschaften wie bislang, müssen wir in etwa 10 Jahren alle CO2-Emissionen komplett einstellen, um unter der 2 Grad-Grenze zu bleiben. Welche Lösung überzeugt da wohl? Na klar: Weiter so.

Ansonsten bleibt nur der Wunsch nach einer Recherche zur Mimik emotional bewegter Menschen, bspw. bei einem spannenden Fußballderby. Ob die weniger verstörend wirkt als die „fratzenartigen Mädchengesichter bei Klimaprotesten“? Ich bin gespannt.
1 Kommentare
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