2,8 Millionen Euro teure Sanierung nach eineinhalb Jahren abgeschlossen
Plaßbad ist ab Montag in Betrieb

Bielefeld (WB). Das Schwimmbad an der Plaßschule ist fertig. Nach eineinhalbjähriger Sanierung geht dort am kommenden Montag der Schwimmbetrieb für acht Schulen und 15 Sportvereine wieder los.

Mittwoch, 29.01.2020, 19:00 Uhr
Am Dienstag machten sich (von links) Eberhard Gottwald (Büro Pappert und Weichynik), Reinhold Peter (ISB), Gerd Weichynik, Silke Schäfer (ISB) und Joachim Middendorf (Sportamt) ein Bild vom Stand der Arbeiten in dem Schwimmbad. Foto: Thomas F. Starke
Am Dienstag machten sich (von links) Eberhard Gottwald (Büro Pappert und Weichynik), Reinhold Peter (ISB), Gerd Weichynik, Silke Schäfer (ISB) und Joachim Middendorf (Sportamt) ein Bild vom Stand der Arbeiten in dem Schwimmbad. Foto: Thomas F. Starke

„Die Vereine warten schon sehnsüchtig darauf, dass das Bad wieder genutzt werden kann“, sagte am Dienstag Sportamtsleiter Joachim Middendorf. Und die letzten Arbeiten, bevor das Schwimmbad wieder genutzt werden kann, sind für diesen Donnerstag oder Freitag vorgesehen. Dann müssen noch die Gitterrosten an den Ablaufrinnen rund um das Becken installiert werden.

Kosten: 2,8 Millionen Euro

2,8 Millionen Euro hat die Sanierung des Bades gekostet. „Damit haben wir den Kostenrahmen eingehalten“, erklärt Reinhold Peter, technischer Leiter des städtischem Immobilienservicebetriebs (ISB). Und auch der Zeitplan, den der ISB im vergangenen Sommer aufgestellt hatte, wurde eingehalten.

Zuvor hatte es allerdings, wie berichtet, erhebliche Verzögerungen gegeben. Eigentlich hatten die Arbeiten schon im Dezember 2016 starten und im Herbst 2017 abgeschlossen sein sollen. Nach dem tatsächlichen Baubeginn im Sommer 2018 hatte dann eine der beteiligten Firmen bei den Bauvorbereitungen den Beckenrand so stark beschädigt, das umfangreiche Reparaturen notwendig waren.

Bei der Sanierung wurde das Bad der 1971 errichteten Grundschule am Meyer-zu-Eissen-Weg auf den technisch aktuellen Stand gebracht. So wurde das Dach neu gedämmt, neue Fenster installiert und die Beleuchtung auf LED-Lampen umgestellt, um Energie zu sparen. Etwa 20 bis 25 Prozent weniger Energie soll das Bad nun verbrauchen, schätzt Reinhold Peter – genaue Zahlen wird es erst im laufenden Betrieb geben.

Badtechnik ausgetauscht

Der kostenintensivste Teil der Arbeiten war der Austausch der Badtechnik. Erneuert wurden Wasserleitungen, Heizungs- und Lüftungsanlage. So wurde eine neue und wesentlich leistungsstärkere Lüftung auf dem Dach des Bades installiert.

Umgebaut wurden auch die Umkleiden und Toiletten des Bades, die zuvor verwinkelt und auf dem Stand der 70er Jahre waren. Außerdem wurde ein behindertengerechter Dusch- und Umkleidebereich geschaffen. Darüber hinaus wurden auch neue Akustikdecken eingezogen, die den Hall in den Räumen deutlich reduzieren.

Besonderheit des Plaßbades ist der Hubboden, durch den die Wassertiefe reduziert werden kann. Gefragt ist dies vor allem für Bewegungstherapie-Angebote, aber auch für Schwimmkurse der Vereine. Der Belag des Hubbodens soll ebenfalls ausgetauscht werden. Dies wird aber wegen der langen Lieferzeit erst in den Sommerferien geschehen.

200 Kubikmeter Wasser

In den vergangenen Wochen ist die gesamte Badsteuerung eingestellt worden, erklärt Silke Schäfer, beim ISB Projektleiterin für die Sanierung des Plaßbades. Allein die etwa 200 Kubikmeter Wasser in das acht Meter breite und gut 16 Meter lange Becken einzulassen, habe einige Zeit in Anspruch genommen, so Eberhard Gottwald vom Architekturbüro Pappert und Weichynik, das die Arbeiten geplant hat. „Damit es durch die Temperaturunterschiede keine Probleme gibt, darf der Wasserspiegel bei der ersten Befüllung pro Stunde nur um 10 Zentimeter“, so Gottwald.

Bei einem Ortstermin am Dienstag hatten die Planer auch eine kleine Überraschung für die „Kigs“-Gruppe der Karl-Siebold-Kita, die in den ehemaligen Hausmeisteräumen direkt neben dem Plaßbad untergebracht ist. „Die Kinder und Erzieher haben die Bauarbeiten mit so viel Geduld und Verständnis ertragen, dass wir uns dafür bedanken möchten“, sagte Silke Schäfer und überreichte Gruppenleiterin Kristina Schaper einen Buchgutschein.

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