Leiche liegt hinter der Bielefelder Müllverbrennungsanlage – Identität unklar – mit Video
Spaziergänger finden getötete Frau

Bielefeld(WB). In Bielefeld ermittelt innerhalb von nur acht Wochen zum dritten Mal eine Mordkommission nach einem Gewaltverbrechen. Spaziergänger haben am Mittwochmorgen gegen 8.20 Uhr an der wenig befahrenen, schmalen Wiesenstraße hinter der Müllverbrennungsanlage die Leiche einer getöteten Frau entdeckt.

Donnerstag, 13.02.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 14:50 Uhr
Hinter der Brücke über die Lutter sichern Kripospezialisten Spuren am Fundort der Leiche. Die getötete Frau wurde an der Gabelung der wenig befahrenen Wiesenstraße zu einem abgelegenen Rad-/Gehweg am Rand eines Wäldchens entdeckt. Foto: Bernhard Pierel
Hinter der Brücke über die Lutter sichern Kripospezialisten Spuren am Fundort der Leiche. Die getötete Frau wurde an der Gabelung der wenig befahrenen Wiesenstraße zu einem abgelegenen Rad-/Gehweg am Rand eines Wäldchens entdeckt. Foto: Bernhard Pierel

Frauenleiche in Bielefeld entdeckt

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  • Foto: Christian Müller
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Das leblose Opfer lag am Rand eines Wäldchens an der Gabelung zu einem abgelegenen Rad-/Gehweg kurz vor der Brücke über die Lutter. Die Identität der Frau soll bislang unbekannt sein, hieß es mittags von der Polizei. Zur Todesursache wurden zunächst ebenso wenig Angaben gemacht wie zur Frage, ob der Fundort der Leiche auch der Tatort war.

Stundenlanger Einsatz

Unmittelbar nach der Entdeckung der Toten alarmierte Streifenpolizisten „konnten nach ersten Erkenntnissen ein Gewaltverbrechen nicht ausschließen“, sagte Polizeisprecher Michael Kötter. Daher hätten Kripoermittler des für Mord und Totschlag zuständigen Kommissariates 11 übernommen. Spezialisten der Spurensicherung, Rechtsmediziner aus Münster und Ermittler der siebenköpfigen Mordkommission waren an der Wiesenstraße zwischen Baumheide und Milse stundenlang im Einsatz. Gegen 13.40 Uhr wurde der Leichnam zur Obduktion nach Altenhagen überführt. „Wir müssen von einem Tötungsdelikt ausgehen“, sagte anschließend die Leiterin der Mordkommission, Kriminalhauptkommissarin Jutta Horstkötter.

Gerüchte bestätigten sich nicht

Kurz nach dem Abtransport der Getöteten trafen Schutzpolizisten der Bielefelder Einsatzhundertschaft und ein Hundeführer mit einem Polizei-Spürhund an der Wiesenstraße ein. Während die Spurensicherung am Leichenfundort weiter im Einsatz war, suchten die Polizisten mit dem Hund die Umgebung nach möglichen, von dem oder den Tätern zurückgelassenen Beweisstücken ab. Gerüchte, wonach ein Autofahrer an der Wiesenstraße die getötete Frau aus dem Kofferraum seines Wagens gezerrt und auf freier Strecke ohne jede Wohnbebauung ins Laub geworfen haben soll, bestätigten sich vorerst nicht.

Prostituierte treffen Freier

Informationen dieser Zeitung zufolge sollen sich an der abgelegenen Wiesenstraße nachts Prostituierte mit ihren Freiern treffen. Hinter der Müllverbrennungsanlage (MVA) liegt an der Einmündung Wiesenstraße/Schelpmilser Weg ein großer Lkw- und Muldenparkplatz, der bis morgens verlassen ist. Kripoermittler werten jetzt die Videoüberwachung der MVA aus, die einen Teil der Wiesenstraße erfassen könnte. Zur Frage, ob der oder die Täter und ihr Auto gefilmt worden sind und ob ein Zusammenhang zur Straßenprostitution besteht, sagt die Mordkommission aus ermittlungstaktischen Gründen nichts.

„Für die Ermittler können Beobachtungen an der Örtlichkeit von Bedeutung sein. Sie fragen, wem Personen oder Fahrzeuge an der Wiesenstraße aufgefallen sind“, sagte Polizeisprecher Kötter. Zeugenhinweise an die Mordkommission „Wiesen“, Telefon 0521/5450.

Mit dieser Tat gab es in den vergangenen acht Wochen bereits drei Tötungsdelikte in Bielefeld. Am 23. Dezember wurde an der Bremer Straße die Leiche einer erwürgten Frau (34) gefunden. Mitte Januar wurde an der Siegfriedstraße ein Mann (54) erschossen.

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