Do., 13.02.2020

Gebäude an der Ernst-Rein-Straße musste evakuiert werden – Keine verdächtigen Gegenstände bei Spürhunde-Einsatz gefunden Bombendrohung gegen Moschee in Bielefeld 

Die Moschee an der Ernst-Rhein-Straße, hier ein Foto aus dem Innenbereich, war von einer Bombendrohung betroffen.

Die Moschee an der Ernst-Rhein-Straße, hier ein Foto aus dem Innenbereich, war von einer Bombendrohung betroffen. Foto: Christian Bröder

Von Christian Bröder

Bielefeld (WB). Bombendrohung gegen eine Moschee in Bielefeld: Nachdem am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen bereits Moscheen in Unna, Hagen und Essen per E-Mail bedroht worden waren, musste am Mittwochabend die Merkez-Moschee in Bielefeld nach einer Bombendrohung evakuiert werden. In allen vier Fällen konnte Entwarnung gegeben werden.

Die Merkez-Moschee in Bielefeld liegt an der Ernst-Rein-Straße 32. Foto: Christian Bröder

Am Abend gegen 21 Uhr hätten Verantwortliche der Bielefelder Moschee an der Ernst-Rein-Straße 32 die anonyme Droh-E-Mail mit der Bombendrohung gesehen, berichtete Polizeisprecherin Sonja Rehmert. Daraufhin hätten die Verantwortlichen der Merkez-Moschee, die zum Ditib-Verband gehört, sofort die Polizei alarmiert.

„Die Moschee wurde daraufhin sofort evakuiert, es kam niemand zu Schaden. Durchsuchungen mit Sprengstoffspürhunden in den Räumlichkeiten der Moschee verliefen ergebnislos“, sagte die Polizeisprecherin. Ein Anwohner aus dem Innenhof der Moschee äußerte sich am Donnerstagmorgen gegenüber dem WESTFALEN-BLATT: „Es war so gegen 21 Uhr, als wir die Gebäude verlassen mussten. Ich bin dann zu meinem Sohn gefahren, ein paar andere Leute sind bei Nachbarn untergekommen. Ich selber bin erst heute Morgen wieder zurückgekehrt.“

Ein Schild im Eingangsbereich weist darauf hin, dass die Moschee videoüberwacht wird. Foto: Christian Bröder

Wie schon zuvor in Unna, Hagen und Essen wurde auch in Bielefeld kein Sprengstoff gefunden. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz der Bielefelder Polizei ermittelt. Inwieweit es Zusammenhänge zu den Drohungen gegen die Moscheen in Unna, Hagen und Essen gibt, soll jetzt geklärt werden, sagte die Polizeisprecherin.

Der Innenhof der Moschee am Donnerstagmorgen. Foto: Christian Bröder

Mitte Dezember war die Merkez-Moschee bereits in die Schlagzeilen geraten , nachdem Unbekannte die Wände am Eingang mit Parolen beschmiert hatten. Die Parolen waren Schriftzüge der in Deutschland verbotenen Kurdische Arbeiterpartei PKK, der Kurdenmiliz YPG und der Außerparlamentarischen Opposition APO.

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