Mann von den Kapverdischen Inseln hat bereits gestanden, die Frau getötet zu haben – Opfer hatte bereits Strafanzeige erstattet
Frau (49) wurde erstochen, Ex-Freund (48) festgenommen, Tatwaffe im Bach gefunden

Bielefeld (WB). Die tote Frau, die am Mittwoch von Spaziergängern in Bielefeld gefunden wurde , ist als eine 49-jährige Bielefelderin identifiziert worden. Ein Beschuldigter wurde festgenommen, er macht in einer ersten Anhörung geständige Angaben. Zudem wurde die Tatwaffe gefunden.

Donnerstag, 13.02.2020, 10:31 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 12:46 Uhr
Hinter der Brücke über die Lutter sichern Kripospezialisten am Mittwoch Spuren am Fundort der Leiche. Die getötete Frau wurde an der Wiesenstraße hinter der Müllverbrennungsanlage entdeckt. Foto: Bernhard Pierel
Hinter der Brücke über die Lutter sichern Kripospezialisten am Mittwoch Spuren am Fundort der Leiche. Die getötete Frau wurde an der Wiesenstraße hinter der Müllverbrennungsanlage entdeckt. Foto: Bernhard Pierel

Staatsanwalt: Es war eine Beziehungstat

Bei der getöteten Person, die am Mittwoch gegen 8.20 Uhr an der Wiesenstraße hinter der Müllverbrennungsanlage entdeckt worden war, handelt es sich um eine 49-jährige Frau aus Bielefeld. Das bestätigte am Donnerstagvormittag Staatsanwalt Christoph Mackel gegenüber dem WESTFALEN-BLATT. „Es war eine Beziehungstat“, sagte Mackel.

48-jähriger Mann aus Bielefeld festgenommen

Kripoermittler hatten bereits am Mittwochabend den Ex-Freund, einen 48-Jährigen aus Bielefeld, unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Den Angaben des Staatsanwaltes zufolge habe der Beschuldigte gegenüber der Polizei gestanden, die Frau mit mehreren Messerstichen getötet zu haben. Der Mann stammt von den Kapverdischen Inseln, sagte Staatsanwalt Mackel.

Mehrere Messerstiche hatten zum Tode geführt

Die Obduktion der Frau hat schließlich ergeben, dass mehrere Messerstiche zum Tode der Frau geführt hatten. Das teilten die Staatsanwaltschaft Bielefeld und das Polizeipräsidium Bielefeld am Donnerstagvormittag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Demnach konnte noch am Mittwoch die Identität der Frau geklärt werden. Ihr Lebensgefährte hatte sie bei der Polizei als vermisst gemeldet, da sie am Dienstagabend nicht in die gemeinsame Wohnung zurückgekehrt war.

Opfer hatte bereits Strafanzeige gegen Tatverdächtigen erstattet

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen hätten sich den Ermittlern zufolge Hinweise auf einen Bekannten der Getöteten ergeben, mit dem sie bis in das Jahr 2019 ein Verhältnis unterhielt. Im Juli 2019 erstattete das Opfer eine Strafanzeige gegen diesen Mann, unter anderem wegen Körperverletzung. In dieser Sache war bereits beim Amtsgericht Bielefeld ein Gerichtstermin anberaumt, der aber noch nicht stattgefunden hat, hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums weiter.

Durchsuchung der Wohnung ergibt dringenden Tatverdacht

Im Umfeld der Wohnung des Mannes wurde das Auto des Opfers gefunden. Der Pkw wurde zur Spurensicherung sichergestellt. Den Mann selbst trafen die Ermittler in seiner Wohnung an. Die erste Anhörung des 48-jährigen sowie die weiteren Ermittlungen, unter anderem eine Durchsuchung der Wohnung des Mannes, ergaben letztlich einen dringenden Tatverdacht. Es wurden Spuren gesichert, die nun noch genauer ausgewertet werden müssen.

Tatwaffe im Wellbach gefunden

Der Bielefelder mit kapverdischer Staatsangehörigkeit machte in seiner ersten Anhörung geständige Angaben. Zudem sagte der Beschuldigte, wo er die Tatwaffe in einen Bach geworfen habe. Am späten Donnerstagvormittag wurde das Messer von Kripoermittlern der Mordkommission im Wellbach in Bielefeld-Baumheide an der Stelle gefunden, die der Beschuldigte genannt hatte. Der Mann wird am Donnerstagnachmittag einem Ermittlungsrichter im Amtsgericht vorgeführt. Der 48-Jährige soll wegen Mordes oder Totschlags in Untersuchungshaft.

 

 

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