Fr., 14.02.2020

Seit dem Wochenende ist das Nest auf der Futterscheune besetzt – und die Paarung läuft Störche klappern wieder in Olderdissen

Schon einen Tag nach der Ankunft des zweiten Vogels in Olderdissen „übte“ das Storchenpaar fleißig in Sachen Fortpflanzung.

Schon einen Tag nach der Ankunft des zweiten Vogels in Olderdissen „übte“ das Storchenpaar fleißig in Sachen Fortpflanzung. Foto: Hendrik Uffmann

Von Hendrik Uffmann

Bielefeld (WB). Ob es der „Rückenwind“ war, den Orkantief „Sabine“ geliefert hat, oder der bislang äußerst milde Winter, steht nicht fest. Doch das Storchennest auf der Futterscheune im Tierpark Olderdissen ist seit dem Wochenende wieder besetzt – so früh wie bislang noch nie.

„Am Sonntag haben wir das erste Tier gesehen, am Dienstag kam dann das zweite“, sagt Tierpark-Leiter Herbert Linnemann. Und er ist sich sicher, dass es sich bei den Weißstörchen um „Herrn und Frau Meier“ handelt, wie das Olderdisser Storchenpaar getauft wurde. Denn als der erste Vogel am Wochenende eintraf – vermutlich das Männchen –, habe er sich sofort auf den Weg zur Futterküche des Tierparks gemacht um nachzuschauen, ob er dort einen Leckerbissen abstauben kann. „Er kannte sich hier offensichtlich aus“, sagt Linnemann.

Tiere finden immer wieder zurück

Und er freut sich, dass offenbar derselbe Hahn und dieselbe Henne, die auch schon in den vergangenen Jahren erfolgreich in dem Horst auf dem Scheunendach am Eingang des Tierparks gebrütet haben, wieder zu ihrem Sommer- und Brutrevier zurückgekehrt sind. „Angesichts der langen Reise, die die Tiere unternehmen, ist es immer wieder faszinierend, dass sie die Strecke bewältigen und hierher zurückfinden.“

Erstaunlich sei dabei auch, dass der erste Storch am Sonntag angekommen sei – ausgerechnet an dem Tag, als Sturmtief „Sabine“ auch über Nordrhein-Westfalen und Bielefeld fegte.

Und ebenso erstaunlich ist die frühe Rückkehr der Zugvögel . 2018 hatten die Weißstörche Anfang März das Olderdisser Nest besetzt. Damals hatten sie fünf Eier erfolgreich ausgebrütet. Im vergangenen Jahr waren „Herr und Frau Meier“ Ende Februar in Olderdissen angekommen, „und Anfang Mai haben wir dann das erste Mal den Nachwuchs gesehen“, erinnert sich Chef-Tierpfleger Markus Hinker.

Dass es auch in diesem Jahr wieder klappen könnte, dass das Paar erfolgreich brütet und die Tierpark-Besucher im Frühjahr die Storchenküken bewundern können, dafür stehen die Zeichen gut. Denn schon am Mittwoch war lautes Geklapper in Olderdissen zu hören, schnäbelten die beiden Störche vertraut und setzten auch gleich zum Paarungsritual an.

„Herr und Frau Meier“

Und auch die Umgebung einschließlich der tierischen Bewohner und der „Jagdreviere“ scheint ihnen geläufig. Sicher steuerten sie die Tarpanwiese im südlichen Bereich des Tierparks an, um dort auf Futtersuche zu gehen, und landeten auch nebenan auf der Weide der Heidschnucken, die angesichts der imposanten Vögel mit einer Spannweite von um die zwei Meter sich erst einmal in „Abwehrformation“ aufstellten.

2017 hatten „Herr und Frau Meier“ erstmals im Tierpark zueinander gefunden. Schon 2016 hatte der Hahn das Nest besiedelt und herausgeputzt, jedoch zunächst noch vergeblich auf eine Henne gewartet – ein Jahr später hatte es dann geklappt mit der Partnersuche.

Zuvor hatten Mitarbeiter und Besucher des Tierparks mehrere Jahre vergeblich darauf gewartet, dass die Weißstörche das 2011 auf dem Dach der Futterscheune montierte Nest annehmen.

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