Di., 25.02.2020

Schüler-Card in Bielefeld ab 1. August – 13 Millionen Euro zusätzlich bei kostenlosem Angebot CDU beantragt Azubi-Ticket

Die CDU möchte neben einer Schüler-Card auch ein Azubi-Ticket für Bus und Bahn einführen.

Die CDU möchte neben einer Schüler-Card auch ein Azubi-Ticket für Bus und Bahn einführen. Foto: dpa

Bielefeld (WB/MiS). Neben der Schüler-Card soll in Bielefeld auch ein Azubi-Ticket eingeführt werden. Das fordert die CDU und hat für die nächste Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Dienstag, 3. März, einen entsprechenden Antrag gestellt.

Vom 1. August an wird es in Bielefeld ein einheitliches Schülerticket für Bus und Bahn zum Preis von 29 Euro monatlich geben. Dies müsse auch für Auszubildende gelten, so Simon Lange (CDU). Bisher können Lehrlinge nur ein herkömmliches Ausbildungsticket für 57 Euro monatlich erwerben.

Profitieren von der Schüler-Card werden vor allem diejenigen Kinder und Jugendlichen, die bisher nicht in den Genuss des kostenlosen Schulwegtickets gekommen sind. Das sind 34.000 der 44.000 Bielefelder Schülerinnen und Schüler. Die bisher schon anspruchsberechtigten Kinder und Jugendlichen werden künftig zwölf Euro pro Monat zahlen müssen. Dafür können sie Bus und Bahn aber auch an allen Tagen und zu allen Zeiten nutzen. Bisher dürfen sie das Ticket nur für den Weg von und zur Schule einsetzen.

Zusätzliches Minus

Die Idee für die Schüler-Card geht ursprünglich auf die FDP zurück, unterstützt von der CDU. Beide Parteien hätten sich gewünscht, dass das Ticket für nur 19 Euro monatlich angeboten würde. Deshalb hat die Union nun eine Anfrage an den Schulausschuss gestellt, welche Kosten dadurch entstehen würden.

Die Verkehrsbetriebe Mobiel und die Verwaltung rechnen dann mit einem zusätzlich Minus von 450.000 bis 500.000 Euro. Da die Preisdifferenz zwischen dem Ticket für ein Selbstzahler-Kind und dem Ticket eines Kindes aus einer anspruchsberechtigten Familie dann nur noch sieben Euro betragen würde, dürfte diese Regelung nur akzeptabel sein, wenn auf die Erhebung von Eigenanteilen verzichtet werde, heißt es in der Stellungnahme von Mobiel und Rathaus. Summiert läge der erforderliche Ausgleichsbetrag dann bei bis zu 1,6 Millionen Euro jährlich. Wäre das Schüler-Ticket komplett umsonst, fielen sogar zusätzliche Kosten von rund 13 Millionen Euro an. Zum Vergleich: Aktuell erwirtschaftet Mobiel ein jährliches Minus von rund 23 Millionen Euro.

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