Mi., 26.02.2020

Außergewöhnliches Wohnheim an der Wertherstraße in Bielefeld-Dornberg ist im Juni fertig Studentenwohnen in der „Rotunda“

Von Hendrik Uffmann

Bielefeld  (WB). Der Name ist Programm. „Rotunda Westfalica“ haben die Bauherren das außergewöhnliche Studentenwohnheim genannt, das sie an der Ecke Wertherstraße/Großdornberger Straße bauen. 77 Apartments wird es in dem kreisförmigen Gebäude geben, das Anfang Juni bezugsfertig sein soll.

Das Studentenwohnheim entsteht am Rande des Neubaugebietes Fürfeld in Dornberg, in dessen Zuge es mitgeplant wurde, und es ist künftig das markante Gebäude, das aus Richtung Westen als Tor in Richtung Bielefelder Innenstadt wirkt. „Deshalb wollten wir auch einen besonderen Bau schaffen“, sagt Stephan Große-Tebbe, der in Spenge das Unternehmen Centro-Bau betreibt und der mit seinem Bruder Volker Bauherr ist.

Das Gebäude hat vier Etagen

Die Idee zu dem runden Gebäude, das sich zur Nordseite etwa ein Viertelkreis öffnet, haben die Brüder zusammen mit dem Architekturbüro Gabrysch und Partner entwickelt. Das Gebäude hat vier Etagen, zugänglich sind die Wohnungen über Laubengänge auf der Innenseite. „Zur Außenseite verfügt jedes Apartment über einen Balkon“, erklärt Stephan Große-Tebbe. Darüber hinaus wird es eine zentrale Terrasse im Innenhof geben, die mit Sitzsteinen ausgestattet werden solle. Stehen geblieben ist bei dem Bauprojekt eine mehr als 100 Jahre alte Kastanie, die nun ihren Platz am Eingang zum Innenhof hat.

Eine Besonderheit sei zudem die 130 Quadratmeter große Dachterrasse, die allen Bewohnern zur Verfügung stehen werde, so der Bauherr.

Der tortenstückartige Grundriss ist bei allen Apartments gleich. Sie sind 27 Quadtretmeter groß und komplett ausgestattet mit Möbeln, Küchenzeile, Elektrogeräten, einem 1,40 Meter breiten Bett einschließlich Lattenrost, Schreibtisch, Stühlen und Möbelboxen, erläutert Große-Tebbe.

Möglichst viel Wohnraum

Geplant und in Serie angefertigt wird die Innenausstattung von der Firma Röhr-Busch in Rietberg (Kreis Gütersloh). „Wir bauen die Ausstattung sozusagen maßgeschneidert um das Badezimmer herum“, erklärt Vertriebsleiter Klaus Lüning. So soll möglichst viel Wohnraum geschaffen werden. Die Ausstattung ist in Kieselgrau und Holztönen gehalten, die Wände sind – wie auch die Fassade der „Rotunda“ – in Sichtbeton.

Vor dem Gebäude wird es einen Parkplatz für knapp 50 Autos geben, im Untergeschoss gibt es einen großen Fahrradkeller. Große-Tebbe: „Die Uni ist mit dem Rad nur 1,2 Kilometer entfernt.“ Zur Nordseite gibt es einen Durchlass, durch den ein öffentlicher Weg durch das Gebäude zur Bushaltestelle an der Wertherstraße führt.

Finanziert werde das Studentenwohnheim ohne öffentliche Gelder, „das Gebäude wird auch anschließend auch im Familienbesitz bleiben“, sagt Stephan Große-Tebbe.

Die Miete beträgt monatlich etwa 450 Euro

Vermietet werden die Apartments über eine Bielefelder Hausverwaltung. Die Miete werde monatlich etwa 450 Euro betragen, einschließlich aller Kosten mit Ausnahme eines Internet-Anschlusses. „Aber in jeder Wohnung gibt es einen Glasfaseranschluss“, so der Bauherr.

Das Interesse an den Apartments ist bereits groß, für etwa ein Drittel gebe es bereits konkrete Anfragen. Wenn ein Muster-Apartment fertiggestellt ist, soll es Besichtigungsmöglichkeiten geben.

Begonnen hatten die Arbeiten an der „Rotunda“ im Mai 2019. Eigentlich sollte der Bau Anfang Mai dieses Jahres fertig sein, Sturm und Regen in den vergangenen Wochen hätten die Arbeiten jedoch um etwa einen Monat verzögert, sagt Stephan Große-Tebbe.

Wer sich für die Apartments interessiert, findet weitere Information im Internet unter www.rotunda-westfalica.de.

Kommentare

450 Euro?

Schön, das es private gibt, die Studentischen Wohnraum schaffen.

Dieser sollte aber auch zu Studentischen Preisen angeboten werden. 450 Euro für 27m2? Das ist nicht nur deutlich über dem Bielefelder Mietspiegel, sondern auch deutlich über für den normalen Studenten finanzierbaren Niveau. Kaum ein Student bekommt den Vollsatz Bafög, so geht hier bei Bafögberechtigten Studenten das ganze Bafög für die Miete drauf. Bei nicht Bafögberechtigten geht dann der Verdienst des 450 Euro Jobs drauf. Das klingt nicht nach dem lieben Investor, der Studentischen Wohnraum schafft, sondern nach Abzocke.

Für den Leser zum Vergleich: Das Studierendenwerk Bielefeld nimmt für die modernen, knapp 20m2 Zimmer direkt an der Uni etwas über 200 Euro.
Private WG oder Studentenzimmer kosten 250-300 Euro.
Keine 450.

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