Eltern und Stadt Bielefeld atmen auf
Corona-Test bei Lehrern negativ

Bielefeld (WB). Erleichterung bei vielen Eltern in Ostwestfalen-Lippe: Die Lehrerin und der Lehrer aus Bielefeld, die Kontakt zu einem Corona-Infizierten aus dem Kreis Heinsberg gehabt hatten, sind nicht infiziert.

Samstag, 29.02.2020, 17:20 Uhr aktualisiert: 29.02.2020, 18:42 Uhr
Die Untersuchung der Rachenabstriche der beiden Lehrer, hier ein Foto aus dem Labor Krone in Bad Salzuflen, verliefen negativ. Foto: Althoff
Die Untersuchung der Rachenabstriche der beiden Lehrer, hier ein Foto aus dem Labor Krone in Bad Salzuflen, verliefen negativ. Foto: Althoff

Das teilte das Gesundheitsamt der Stadt Bielefeld am Samstagnachmittag mit, nachdem die Ergebnisse aus dem Labor beim Krisenstab eingegangen waren. Die Lehrerin arbeitet an der Albatros-Schule – einer Förderschule für mehrfachbehinderte Kinder aus Bielefeld sowie den Kreisen Lippe und Gütersloh, die vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe betrieben wird. Ihr Partner unterrichtet an der Mamre-Patmos-Schule in Bielefeld – einer Schule für Mehrfachbehinderte in der Trägerschaft Bethels. Dort werden auch beatmete Kinder betreut, deren Gesundheit als sehr anfällig gilt.

Stadtsprecherin Gisela Bockermann sagte nach einer mehrstündigen Sitzung des Krisenstabs in der Feuerwache Bielefeld: „In der Stadt Bielefeld gibt es weiterhin keinen bestätigten Corona-Fall. Auch die Verdachtsfälle haben sich heute nicht bestätigt. Es gibt aktuell auch keinen offenen Verdachtsfall mehr.”

Das Lehrer-Paar sei negativ getestet worden, bleibe aber als Vorsichtsmaßnahme auf Anordnung des Gesundheitsamtes noch eine Woche zu Hause. An den beiden Schulen, an denen die Lehrer unterrichten, kann der Schulbetrieb aus Sicht des Gesundheitsamtes weitergeführt werden.

Zu einer Schülerin der Grundschule Theesen, einem Mitarbeiter der Fachhochschule Bielefeld, und einer Frau, die im Freizeitbad „Tropical Island“ in Brandenburg waren, erklärte die Stadt: „Nach Einschätzung des zuständigen Gesundheitsamtes des Landkreises Dahme-Spreewald gelten die Besucher des Bades nicht als Verdachtsfall. Entsprechend sind auch die Bielefelder, die sich dort aufgehalten haben, keine Verdachtsfälle.“ Die Stadt nehme die Lage aber weiterhin ernst und bereite sich amtsübergreifend auf die weitere Entwicklung vor.

Wie berichtet, hatte das Gesundheitsamt der Stadt Bielefeld am Freitag nur zufällig erfahren, dass die beiden Pädagogen aus Bielefeld Kontakt zu einem Corona-Erkrankten aus dem Kreis Heinsberg hatten und sich dessen offenbar auch bewusst waren. Erst als die Kollegen der Frau in der Albatrosschule davon erfuhren, wurde das Gesundheitsamt informiert. „Die beiden hatten sich nicht bei uns gemeldet“, sagte Gesundheitsamtsleiter Dr. Peter Schmid. Er appellierte an Menschen in ähnlichen Situationen, sich zu melden. „Wer erfährt, dass er Kontakt zu einem Infizierten hatte, sollte das Gesundheitsamt anrufen. Auch ohne Symptome kann man den Erreger weiterverbreiten.“

 

 

 

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