Mo., 16.03.2020

28 Corona-Fälle in Bielefeld – mehrere Dutzend Verdachtsfälle sind noch offen Sturm auf Notbetreuungsstellen bleibt aus

Auch in den Kitas war nach Information des Jugendamtes wenig los.

Auch in den Kitas war nach Information des Jugendamtes wenig los. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB). Bis zu diesem Montag sind in Bielefeld 28 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Mehrere Dutzend Verdachtsfälle sind allerdings sind noch offen. Wegen der vom Wochenende noch ausstehenden Testergebnisse werden am Dienstag noch höhere Zahlen erwartet“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Die positive Nachricht aus dem Krisenstab: Die Notbetreuungsstellen wurden am Morgen nicht von Eltern zu betreuender Kinder gestürmt. „Die Eltern sind ihrer Verantwortung heute großartig nachgekommen. Mir ist aber auch klar, dass die nächsten Wochen für viele Familien richtig hart werden“, sagte Ingo Nürnberger nach der Krisenstabssitzung.

Nach einer Umfrage des Amtes für Schule (Stand: 11 Uhr) waren am Montag 310 Grundschülerinnen und –schüler, verteilt auf 88 Gruppen in der Notbetreuung. In der Sekundarstufe I wurden 29 Schüler betreut. Insgesamt gibt es in Bielefeld 12.000 Grundschüler. 35.000 Schülerinnen und Schüler gehen zu weiterführenden Schulen.

Videobotschaft von Oberbürgermeister Pit Clausen

Auch in den Kitas war nach Information des Jugendamtes wenig los. Unterm Strich gab es wenig Probleme, auch die Träger meldeten keine größeren Schwierigkeiten vor Ort. Zahlen hat das Jugendamt nicht abgefragt, die Situation soll weiter beobachtet werden. In Bielefeld besuchen insgesamt 13.500 Kinder die Kindertagesstätten und Tagespflegeeinrichtungen.

Für Erziehungsberechtigte, die den Einrichtungen für die Notbetreuung ihrer Kinder eine Arbeitgeberbescheinigung vorlegen müssen, wird noch an diesem Montag ein Formular auf bielefeld.de zum Download bereitgestellt.

Oberbürgermeister Pit Clausen hat sich heute mit einer Videobotschaft an die Bielefelderinnen und Bielefelder gewandt. Darin bittet er eindringlich darum, das Rathaus ohne vorherige Verabredung nicht zu betreten. Um persönliche Kontakte zu vermeiden, sei die Stadt bemüht, alle Anliegen telefonisch oder per E-Mail zu regeln. Außerdem mahnt er zur Geduld: Die Telefonleitungen seien zum Teil überlastet. Sicher könne auch das ein oder andere Anliegen verschoben werden.

Trauungen mit maximal zehn Gästen

Inzwischen fahren bereits einige Bereiche der Stadtverwaltung ihren Publikumsverkehr herunter. So bittet das Bürgeramt bittet, nur in dringenden Notfällen direkt zu erscheinen.

Um den Publikumsverkehr zu entzerren, werden hier schon folgende Maßnahmen umgesetzt: Die Bürgerberatung reduziert ihr Terminangebot deutlich. Bisher halten sich zu Spitzenzeiten 80 bis 100 Menschen in der Bürgerberatung auf. Um eine Wartesituation zu vermeiden, werden in der Ausländerbehörde nur noch solche Fälle bedient, die eine Arbeitserlaubnis benötigen oder die einen abgelaufenen Aufenthaltstitel haben.

Zurzeit dürfen nur noch maximal zehn Gäste an einer Trauung des Standesamtes teilnehmen. Außerdem beschränkt die Stadt nach umfassender Interessenabwägung und Risikobewertung alle Sitzungen des Rates, seiner Ausschüsse und der Bezirksvertretungen.

Die Allgemeinverfügung der Stadt von tritt ab Mittwoch, 18. März, 0 Uhr, in Kraft und gilt bis zum 30. April.

 

 

 

 

 

 

 

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