Poststellen, Friseure, Tierbedarfsmärkte und andere von Schließung ausgenommen
Diese Geschäfte dürfen weiter öffnen

Düsseldorf/Bielefeld (WB). Am späten Dienstagabend hat das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen präzisiert, welche Geschäfte wegen des Coronavirus nicht schließen müssen.

Mittwoch, 18.03.2020, 09:39 Uhr aktualisiert: 18.03.2020, 09:50 Uhr
Friseure dürfen ihre Geschäfte weiter öffnen. Foto: dpa
Friseure dürfen ihre Geschäfte weiter öffnen. Foto: dpa

Weiterhin öffnen darf, wie schon vorher bekannt gegeben, der gesamte Einzelhandel für Lebensmittel. Das betrifft auch Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste sowie Getränkemärkte. Hinzu kommen natürlich Apotheken.

Darüber hinaus dürfen auch Sanitätshäuser, Poststellen, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen weiterhin ihre Häuser öffnen. Ausdrücklich erlaubt sind desweiteren Frisöre, Reinigungen, Waschsalons und der Zeitungsverkauf. Zu der Sparte, die nicht schließen müssen, gehören zudem neben den Bau- und Gartenbaumärkten auch Geschäfte für Tierbedarf. Darüber hinaus sind noch der Großhandel sowie Dienstleister, zu denen auch Reparaturwerkstätten gehören, sowie Handwerker vom Gebot, zu schließen, ausgenommen. Sie dürfen weiter ihren Tätigkeiten nachgehen, heißt es in dem Erlass.

Kritik vom OWL-Handelsverband

Alle anderen Verkaufsstellen des Einzelhandels jedoch ist die Öffnung vom diesem Mittwoch an verboten. Die Anordnung des NRW-Gesundheitsministeriums gilt bis 19. April 2020.

Thomas Kunz, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes OWL, begrüßte, dass die Ungewissheit, die viele Händler gequält habe, nun erst einmal beigelegt sei. Kritik übte er zugleich am Vorgehen der NRW-Landesregierung, die um 17 Uhr einen Erlass veröffentlich und ihn nur fünf Stunden später in wichtigen Teilen schon wieder korrigiert habe.

Supermärkte dürfen auch sonntags zwischen 13 und 18 Uhr öffnen. Allerdings haben einige Ketten, darunter Rewe und Edeka Rhein Ruhr, bereits erklärt, dass sie davon keinen Gebrauch machen werden.

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