Fahrplaneinschränkung wegen der Coronakrise
Westfalen-Bahn fährt nicht mehr so oft

Bielefeld ​(WB). Wegen der Corona-Krise schränkt die Westfalen-Bahn ab Montag, 23. März, den Zugverkehr auf ihren drei Regional-Express-Linien ein. Betroffen ist davon in der Region die Verbindung Bielefeld – Braunschweig (RE 70). Ebenfalls reduziert werden die Fahrten des RE 15 (Emden – Münster) und 60 (Braunschweig – Rheine).

Freitag, 20.03.2020, 15:16 Uhr aktualisiert: 20.03.2020, 16:32 Uhr
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Der RE 60 und der RE 70 fahren vom 23. März bis voraussichtlich 19. April nach Sonntagsfahrplan. Verschiedene Verbindungen und Spätfahrten fallen aus, ebenso die Verstärkerzüge zwischen Minden und Hannover. Begründet wird dies mit der rückläufigen Zahl der Fahrgäste durch Schulschließungen und Homeoffice-Regelungen für viele Berufstätige. Außerdem wolle man mit der gezielten Fahrplanreduzierung den Betrieb auch unter den aktuellen Umständen nachhaltig sicherstellen.

Die Westfalen-Bahn sichert zu, dass weitere Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus unternommen werden: „Zusätzlich zur täglichen Grundreinigung der 28 Triebfahrzeuge wird der Fahrgastraum desinfiziert“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. „Dies beinhaltet alle wichtigen Bereiche und Oberflächen wie Halttaster und Türöffner, Notfallknöpfe, Haltestangen sowie Sitze und Tischoberflächen.“ Bereits vor Wochen sei das Personal der Westfalen-Bahn in Bezug auf das Coronavirus und die damit verbundenen Hygienemaßnahmen und Vorschriften sensibilisiert worden.

Auch das Kundencenter am Hauptbahnhof Bielefeld bleibt bis auf weiteres geschlossen. Fahrgäste erreichen die Westfalen-Bahn unter Tel. 0521/55777755 oder per E-Mail an info@westfalenbahn.de.

Der Fahrplan steht zum Download unter www.westfalenbahn.de zur Verfügung.

Auch National Express streicht Fahrplan zusammen

Auch das Unternehmen National Express streicht seinen Fahrplan auf einigen Linien zusammen. Ab Sonntag, 22. März, gilt bis vorerst 19. April ein eingeschränkter Fahrplan. Nicht betroffen ist allerdings die Regional-Express-Verbindung RE 6 zwischen Minden und Düsseldorf Hauptbahnhof – die Züge sollen in der gewohnten Taklung rollen. Allerdings entfällt im weiteren Verlauf die Strecke zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Köln/Bonn Flughafen. Alternativ können Fahrgäste die Linien RE 1 oder RE 5 (RRX) nutzen. In Richtung Köln/Bonn Flughafen nutzen Fahrgäste ab Köln Messe/Deutz die S- Bahnen.

National Express will die Ansteckungsgefahr in den Zügen minimieren – nicht nur durch Reinigung und Desinfektion: „Wo technisch möglich, öffnen die Fahrzeuge automatisch die Türen, um eine bessere Durchlüftung zu gewährleisten“, teilt das Unternehmen mit. So solle auch vermieden werden, dass die Fahrgäste den Türöffner drücken müssen. Die Zugbegleiter würden weiter mitfahren, um etwa beim Einsteigen zu helfen, auf überflüssige Fahrzeugdurchgänge allerdings verzichten. „Alle Züge haben Aussteigerkarten für den Fall an Bord, dass Erkrankte in den Zügen angetroffen werden. Mit den Aussteigerkarten werden dann die Daten der Mitreisenden erfasst, um Infektionsketten zu lokalisieren.“

 

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