Kaufmannschaften kritisieren: Baumärkte dürfen öffnen und vieles verkaufen, Geschäfte aber nicht
Bielefelder Händler erwarten Hilfe von Clausen

Bielefeld (WB/abe). Die Bielefelder Händler fühlen sich unfair behandelt. Während Baumärkte und Gartencenter auf der „grünen Wiese“ öffnen dürften und vieles mehr statt nur Baubedarf und Blumen verkaufen würden, müssen die Geschäfte in der Innenstadt ihre Läden weiterhin geschlossen halten – mit zum Teil gravierenden Folgen.

Donnerstag, 02.04.2020, 09:58 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 10:20 Uhr
Die Bielefelder Händler wünschen sich klare Worte von Pit Clausen. Foto: Thomas F. Starke
Die Bielefelder Händler wünschen sich klare Worte von Pit Clausen. Foto: Thomas F. Starke

In einem Schreiben haben sich die Kaufmannschaften City und Altstadt an Oberbürgermeister Pit Clausen gewandt. „Wir sind zunehmend besorgt. Zahlreiche Mitglieder sehen sich bereits jetzt in ihrer Existenz bedroht“, sagt Dennis Bußian. Der Geschäftsführer der Firma Cooper Textilvertriebs UG & Co. KG mit zwei Filialen in Bielefeld und gleichzeitig 2. Vorsitzender der Kaufmannschaft Altstadt fordert kurzfristig funktionierende Lösungen für den stationären Einzelhandel. Die Idee ist, eine Art persönliches Einkaufen nach Terminvereinbarung zu ermöglichen. Unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen solle erlaubt werden, dass jeweils nur ein Kunde und ein Mitarbeiter im Geschäft seien. Der Laden bliebe grundsätzlich geschlossen.

Clausen hat bereits reagiert. Der OB sieht keine Möglichkeit, die Rechtsverordnung des Landes zu lockern. Erlaubt sei aber wie bisher der Versandhandel oder auch die kontaktlose Abholung unter Berücksichtigung der Schutzmaßnahmen.

Kommentare

Thomas Krämer  schrieb: 03.04.2020 02:57
Traurige Warheit?
Es muß klargestellt werden, das alle Händler, auch Tankstellen dieses Kontaktverbot durchsetzen müssen.
Eine freiwillige Rottung von dummen Menschen ist momentan strafbar, die muß der Händler auch durchsetzen und einhalten! Oder sonst Polizei einschalten, oder Sicherheitsdienst nutzen.
Ansonsten wird auch eine SB-Tankstelle geschlossen auf Hinweis durch Besucher.
Wir haben unsere Sicherheit für die Menschen in diesem Land selber in der Hand.
Händler die sich falsch verhalten, also nicht die Vorgaben einhalten, sind zu melden.
Wenn die beschriebene Situatiuon behoben ist, werden auch Freigaben stattfinden.
Ein QR-Code im Fenster zur einer Internetseite mit Shop ist eine Lösung, oder eine Telefonnummer für eine Terminabspache. Ihr Laden ist nicht geschlossen, sondern von der Masse abgeschnitten.
Wie es bei einer geschlossener Gesellschaft stattfindet. Aber bitte nur insgesamt 2 Personen.

Es ist für mich als IT-Systemtechniker komisch solche Hinweise zu geben, ich weiß aber auch das ich als ausbebildeter Bundesbeamter im mittleren technischen Dienst bereits 1987 aktiv beim Eisregen im März innerhalb kürzester Zeit Maßnamen mit meinen Kollegen umgestellt habe.
Und ab 2014-15 habe ich für die Firma meines ehemaligen Nachbarn zig tausend Betten für Flüchtlinge ausgeliefert, dort war der Bund nicht da, jetzt ist er da, und wir sollten Ihm jetzt vertrauen.

Nochmal, es gibt keine Probleme sondern Lösungen, und genau jetzt ist die Zeit, zu überprüfen, ob ich in dieser Gesellschaft mit meinem jetzigen Konzept, nach der Krise überlebe!
Also überdenken, wo oder wie ich Gelder beantragen.
Es ist oft besser beim Jobcenter eine Aufstockung zu beantragen, als momentan einmalige Direktgelder zu beantragen!
Momentan haben wir viele kreative Firmen und Menschen, wir sollten uns um die Unkreativen kümmern.

Also anfangen, jetzt, nicht warten, in der Gemeinschaft eine Plattform gründen und arbeiten, warum ebay oder Amazone?
Wir sind Hier vor Ort, also lokal, dass soltte sich in einer Stadt einfach umzusetzen lassen, oder?

Die Situation wird noch sehr lange dauern, also handeln und nicht in Letargie verfallen.
Menschen benötigen auch Abwechselungen im Leben.

Gruß
Tom_K

Bleibt gesund
P.S. Jetzt ist die Dorfgemeinschaft Bielefeld ein Vorteil!
Bernd Sitterle  schrieb: 02.04.2020 20:37
Einer geht durch die Stadt ...
... und ist betroffen über die vielen -zurecht ?- geschlossenen Einzelhandelsgeschäfte in der Innenstadt. Dann fährt er zur Tankstelle am SB und wähnt sich in der Advents-bzw. Weihnachtszeit: Ein gerammelt voller Parkplatz, es wird gekauft als ob’s kein Morgen gäbe und zwar food und nonfood Artikel! Mit welchem Recht wird es einem Einkaufszentrum für Wiederverkäufer !! erlaubt was dem Einzelhandel in der Stadt verwehrt ist ? fragt sich einer
2 Kommentare
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