„Museums-Zoo“ will versorgt sein – Café bietet Kuchen-Abholservice
Futter für Gundula, Efi und Co.

Bielefeld (WB). Das Bauernhausmuseum ist – natürlich – wegen der Corona-Pandemie bis zunächst Ende April für Besucher geschlossen, aber dennoch wollen Gundula, Gisela, Moritz, Mimi und Efi jeden Tag versorgt werden.

Donnerstag, 09.04.2020, 11:08 Uhr aktualisiert: 09.04.2020, 13:34 Uhr
Museums-Pädagogin Anke Bechauf und Willi Schöck versorgen die Gänse im Bauernhausmuseum. Foto: Thomas F. Starke
Museums-Pädagogin Anke Bechauf und Willi Schöck versorgen die Gänse im Bauernhausmuseum. Foto: Thomas F. Starke

Gundula und Gisela sind zwei Gänsedamen, Moritz und Mimi Kaninchen, Efi die Museums-Katze und zudem gibt es noch zwei Hennen und einen Hahn.

Drei Mitarbeiter, deren Tätigkeit vom Arbeitsamt gefördert wird und deren Verträge, so Museums-Pädagogin Anke Bechauf, auf fünf Jahre verlängert worden seien, kümmerten sich zur Zeit um die tierischen Museumsbewohner und um den Garten. Acht weitere Helfer seien bis Ende März in sogenannten Arbeitsgelegenheiten speziell auch für solche Tätigkeiten beschäftigt worden; das Arbeitsamt habe dieses Programm zunächst einmal ausgesetzt, so Anke Bechauf.

Neben der Fütterung des Museums-„Zoos“ und dem Ausmisten der Ställe würden die Beete umgegraben. Anke Bechauf: „Um Saatkartoffeln zu setzen, ist es zur Zeit allerdings noch zu kalt.“ Montags würden sich zwei Ehrenamtliche um den Bauerngarten kümmern.

Die beiden Hennen und auch die Gänse Gundula und Gisela würden weiter Eier legen, aber nicht brüten. Osterküken seien im Bauernhausmuseum deshalb nicht zu erwarten. Gundula und Gisela – Ganter Martin ist vor kurzem gestorben – würden die besucherfreie Zeit sichtbar genießen. Anke Bechauf: „Sie sind noch zahmer als sonst, fordern regelrecht menschliche Zuwendung ein.“

Abhol- und Lieferservice für Kuchen

Bechauf und Museumsleiter Dr. Lutz Volmer haben die ersten Schließungswochen damit verbracht, bereits gebuchte Veranstaltungen abzusagen. Zudem laufe die Vorbereitung für die geplanten Ausstellungen weiter. Die mit dem Titel „Ungeboren – Bilder und Vorstellungen von Schwangerschaft im Wandel“ (Eröffnung eigentlich am 5. April) soll nach Möglichkeit verschoben werden. Während alle Angebote des Museums bis Ende April storniert worden sind, hält es noch am Frühjahrsmarkt (3. Mai) fest. Anke Bechauf: „Wir warten erst einmal ab.“ Außerdem nutze man die Zeit, gründlich aufzuräumen, lange Liegengebliebenes zu erledigen.

Neu: Das Café im Bauernhausmuseum bietet einen Abhol- und Lieferservice für Kuchen an. Kuchen wie Buchweizenpreiselbeere, Gewittertorte, Kirschschmand, Lavasahne oder Käsekuchen können dienstags bis sonntags von 9 bis 14 Uhr auf Vorbestellung im Café bei Inhaberin Scherin Dehmel abgeholt werden (0521/5218551 oder cafe@bielefelder-bauernhausmuseum.de )

Anke Bechauf ist sicher, dass demnächst auch wieder Rhabarberkuchen im Angebot sein wird. Der Rhabarber wächst auf dem Hofgelände an der Dornberger Straße. Anke Bechauf. „Und zwar kräftig.“

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