Idee der Firma Umeta unterstützt die Solidarische Corona-Hilfe in Bielefeld
Kleiner Button – große Wirkung

Bielefeld (WB). Es gibt viele Wege, sich in schwierigen Zeiten solidarisch zu zeigen. Ein gutes Beispiel ist die Bielefelder Firma Umeta aus Ummeln. Geschäftsführer Frank Maser hatte zunächst seine 130 Mitarbeiter im Sinn, als ihm die Idee zu den Buttons kam. „2 m Abstand bitte“ steht auf den orangefarbenen runden Ansteckern, die die Beschäftigten daran erinnern soll, in Corona-Zeiten einen Sicherheitsabstand zu wahren. Jeder Mitarbeiter trägt gut sichtbar so einen Button.

Dienstag, 14.04.2020, 18:00 Uhr
Die Idee von Unternehmer Frank Maser (links) ist so gut angekommen, dass die Buttons mit der Aufforderung Abstand zu halten, nun für jeden erhältlich sind. Darüber freuen sich auch Friederike Vogt (von rechts), Nina Lavrentev (beide Solidarische Coronahilfe) und Diana Pilger von der Stiftung Solidarität, die einen Teil des Erlöses für ihre Arbeit bekommen. Foto: Kerstin Sewöster
Die Idee von Unternehmer Frank Maser (links) ist so gut angekommen, dass die Buttons mit der Aufforderung Abstand zu halten, nun für jeden erhältlich sind. Darüber freuen sich auch Friederike Vogt (von rechts), Nina Lavrentev (beide Solidarische Coronahilfe) und Diana Pilger von der Stiftung Solidarität, die einen Teil des Erlöses für ihre Arbeit bekommen. Foto: Kerstin Sewöster

„Wir hatten sofort aus allen möglichen Richtungen so gute Resonanzen, dass wir die Idee jetzt auch über Umeta hinaus in den Kampf gegen Corona einbringen“, betont Frank Maser. Die Buttons können ab sofort über Amazon bestellt werden. Fündig werden Interessierte über die Suchbegriffe Umeta, Abstand, Button. Die Anstecker gibt es im Viererpack für zehn Euro. Was nach Abzug von Gebühren, Produktionskosten und Porto übrig bleibt, geht an die Bielefelder Solidarische Corona-Hilfe. „Als Hersteller von Schmiernippeln können wir leider weder Beatmungsgeräte bauen noch Mundschutzmasken nähen. Aber so möchten wir in dieser Zeit auch unseren kleinen Teil dazu beitragen, dass besonders schwer betroffenen Menschen geholfen werden kann“, sagt Frank Maser.

1300 Haushalte werden mit gespendeten Lebensmitteln versorgt

Die Solidarische Corona-Hilfe freut es. Sechs Euro pro verkauftem Set gehen an das Projekt der Stiftung Soliarität, das am 19. März an den Start ging. Friederike Vogt von der Corona-Hilfe erklärt, warum die Arbeit so nötig ist. 600 Menschen konnte seit Gründung geholfen werden, 1200 Telefonate wurde geführt. Mehr als 2100 Bielefelder haben sich via Facebook als Helfer zur Verfügung gestellt.

Vogt und ihre Mitstreiter vermitteln Nachbarschaftshilfe, geben Gutscheine an Bedürftige aus und haben unter anderem den mobilen Tisch eingeführt. Weil Lebensmittelspenden nicht mehr an zentralen Stationen ausgegeben werden dürfen, übernimmt die Solidarische Corona-Hilfe die Verteilung. 1300 Haushalte, die vorher zu den Ausgabestellen gekommen sind, werden mittlerweile mit gespendeten Lebensmitteln versorgt. Die Helfer verzeichneten einen Kundenanstieg von 35 Prozent. Der mobile Tisch komme aber mittlerweile an seine Grenzen, wie Friederike Vogt erklärt. „Es bleibt zuwenig übrig“, meint sie auch mit kritischem Blick auf die Hamsterkäufe in den Supermärkten.

Frank Maser freut, dass er mit seiner Idee das Engagement der Solidarischen Corona-Hilfe unterstützen und ein „Zeichen für Zusammenhalt in so schlimmen Zeiten“ setzen kann . Einige Tausend Buttons hat er bereits anfertigen lassen, aber es sei möglich, kurzfristig für Nachschub zu sorgen. Die Solidarische Corona-Hilfe will sich jetzt zusätzlich um andere Vertriebswege bemühen und sich zum Beispiel an die Bielefelder Kaufmannschaft wenden.

Kommentare

Gabi  schrieb: 14.04.2020 22:12
Liebe Mitbürger auf dem Photo: Das sind aber keine 2m Abstand, die Sie dort halten!
1 Kommentare
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